Einkaufswagen der Firma Wanzl
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Einkaufswagen-Hersteller Wanzl: Bis zu 900 Stellen in Gefahr
Bildrechte: picture alliance / maxppp | Jean Francois Frey
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Einkaufswagen-Hersteller Wanzl: Bis zu 900 Stellen in Gefahr

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Einkaufswagen-Hersteller Wanzl: Bis zu 900 Stellen in Gefahr

Einkaufswagen-Hersteller Wanzl: Bis zu 900 Stellen in Gefahr

Der Einkaufswagen-Hersteller Wanzl will bis 2030 zwei seiner vier Werke schließen und sich wegen hoher Standortkosten effizienter aufstellen. Die Schließungen betreffen rund 900 Arbeitsplätze. Wie viele davon erhalten bleiben, ist derzeit ungewiss.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Das Leipheimer Unternehmen Wanzl will seine Fertigung und Montage bis 2030 in zwei Werken bündeln. Bislang wird noch in vier Werken in Leipheim und Kirchheim produziert. Die Maßnahmen wirken sich voraussichtlich auf 900 Stellen aus: "Dazu können Arbeitsplatzverlagerungen zwischen den Werken, Stellenabbau sowie neue Aufgaben und Rollen für Mitarbeitende gehören“, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Man habe die Belegschaft über die Pläne informiert. Wie viele Stellen abgebaut werden, sei abhängig von der Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern sowie der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung von Wanzl bis 2030.

Wanzl spricht von hohen Standortkosten

"Die hohen Standortkosten in Deutschland erfordern eine Fertigung mit modernsten Logistikprozessen, Automatisierung und hocheffizienten Abläufen. Dies können wir in unserer über Jahrzehnte gewachsenen aktuellen Aufstellung nicht leisten", sagt Peter Allaart, CEO der Wanzl Gruppe. Er will in den Ausbau von Werk 4 in Leipheim investieren, dort soll das modernste Einkaufswagenwerk der Welt entstehen. Auch das Werk in Kirchheim soll modernisiert werden.

Die Investitionen gehen laut Unternehmen in den zweistelligen Millionenbereich. "Wir sind uns bewusst, dass die notwendigen unternehmerischen Schritte mit Einschnitten verbunden sind. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wollen wir die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen, dass Wanzl langfristig ein starkes Unternehmen in der Region und im globalen Handel bleibt“, sagt Peter Allaart.

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