Eine Frau hält ein Glas Wasser unter den Wasserhahn.
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Der Bürgermeister von Hauzenberg hat seine Bürger aufgerufen, Wasser zu sparen
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"Wasserkrise": Gemeinden rufen Bürger zum Wassersparen auf

"Wasserkrise": Gemeinden rufen Bürger zum Wassersparen auf

Viele Gemeinden im Bayerischen Wald haben Probleme bei der Wasserversorgung. In Hauzenberg im Kreis Passau spricht der Bürgermeister inzwischen von einer "Wasserkrise". Einige Quellen führten kaum noch Wasser, andere gar keines mehr.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

In Hauzenberg im Landkreis Passau spitzt sich die Wassersituation stark zu, sodass Bürgermeister und Wassermeister von einer "Wasserkrise" sprechen. "Die Wasserschüttungen gehen dramatisch zurück", sagt Bürgermeister Rudi Hirz (Freie Wähler) im Gespräch mit dem BR. In vielen kommunalen Quellen komme nur noch wenig Wasser an, bei einigen "gar nichts mehr".

Bürgermeister: Lage äußerst angespannt

Für den Bürger sei das zunächst kaum sichtbar, "weil immer noch, wenn er den Hahn aufdreht, Wasser kommt". Doch die Lage dahinter sei äußerst angespannt. Besonders problematisch: Selbst länger anhaltender Regen würde die Situation nicht kurzfristig entschärfen. "Bedenkt man, wenn es heute regnet, dauert es mindestens zwei Monate, bis das Wasser letztlich auch wieder im Sammelschacht ankommt", so der Bürgermeister.

Hinzu kommt, dass mit Herbst und Winter gefrorene Böden das Wasser eher oberflächlich abfließen lassen – in Bäche statt in die Speicher.

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Menschen sollen beim Gießen und Duschen sparen

Hauzenberg ist zwar an Fernwasser angeschlossen, versorgt sich aber größtenteils nach wie vor aus eigenen Quellen. Der Bürgermeister appelliert eindringlich an die Bevölkerung: Wasser sparen, kürzer duschen, den Garten und Sportflächen seltener bewässern. Zudem gilt seit dem 6. August im Landkreis Passau ein Entnahmeverbot für Oberflächengewässer, also für Bäche, Flüsse und Seen.

Immer häufiger melden sich Anwesen bei der Stadt, deren Hausquellen bereits versiegt sind. "Bitte schließt uns an die öffentliche Wasserversorgung, weil wir kein Wasser mehr haben", lauten die Hilferufe. Übergangsweise werde Wasser zu den Häusern gebracht. Besonders hart könnte die Krise viele Höfe im Bayerischen Wald treffen, die traditionell über eigene Quellen verfügen.

Wasser wird wohl teurer

Die Wasserkrise ist auch finanziell spürbar: Bisher war das Wasser in Hauzenberg mit rund 1,40 Euro pro Kubikmeter sehr günstig, künftig werde der Preis deutlich höher liegen, kündigt der Bürgermeister an. Intern arbeite man bereits an der Sanierung der Quellen und an neuen Speicherlösungen. "Und man muss sehen, ob der Aufruf wirkt."

In den vergangenen Monaten meldeten immer wieder Gemeinden im Bayerischen Wald Probleme mit dem Trinkwasser wie Böbrach im Landkreis Regen und Untergriesbach im Landkreis Passau, Thurmansbang und Haidmühle, beide im Landkreis Freyung-Grafenau. Dort rief Bürgermeister Roland Schraml (CSU/JWU) die Bürger in den Netzwerken ebenfalls zum Wassersparen auf.

Die Gründe sind immer ähnlich: Zu wenig Niederschlag über mehrere Jahre, Klimawandel-bedingte Trockenphasen, ungünstige Geologie mit kleineren, empfindlichen Quellen und begrenzte Versorgungsnetze.

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