Freyung im Herbst (Symbolbild)
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Zunehmend Trinkwasserprobleme im Bayerischen Wald

Zunehmend Trinkwasserprobleme im Bayerischen Wald

In den vergangenen Monaten war es vielerorts in Bayern und Deutschland zu trocken. Das hat Folgen: Flusspegel mit Rekord-Niedrigständen oder versiegende Quellen. Und immer mehr Gemeinden bekommen Probleme bei der Wasserversorgung. Nun auch Freyung.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Nun hat auch Freyung im Landkreis Freyung-Grafenau ein Trinkwasserproblem. Die Stadtverwaltung teilte am Mittwoch auf ihrer Website mit, dass die Quellschüttungen weiterhin zurückgingen. Darunter versteht man das Wasservolumen, das aus einer natürlichen Quelle an die Erdoberfläche austritt.

Zusätzliche Wasserleitung nötig

Durch den Rückgang seien die verfügbaren eigenen Wasserressourcen zunehmend belastet, so ein Fazit. Um die Trinkwasserversorgung im Ortsteil Kreuzberg weiterhin sicherzustellen, müsse eine zusätzliche vorübergehende Wasserleitung installiert werden. Über diese Leitung könne Wasser aus der Nachbargemeinde Mauth zugeliefert werden. Auch im Ortsteil Winkelbrunn sei eine Versorgung mit Fernwasser erforderlich.

Appell zum Wassersparen

Die aktuellen Entwicklungen zeigten, dass die örtlichen Wasservorkommen derzeit stark beansprucht seien, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Stadt bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Insbesondere sollte auf vermeidbare Nutzung – etwa unnötige Bewässerungen – möglichst verzichtet werden. Freyungs Bürgermeister Olaf Heinrich (CSU) ging in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk auf die Gründe für die Wasserknappheit in seiner Region ein: "Wir haben in den letzten Jahren sehr viel in die bestehenden Quellen und in das Leitungsnetz investiert. Trotzdem reicht es nicht. Problem ist, dass Niederschläge nicht mehr ins Grundwasser gehen, sondern oberflächlich abfließen. Dazu kommt, dass die Schneeschmelze zuletzt nur noch sehr gering ausgefallen ist."

Freyung ist kein Einzelfall

Die Fälle häuften sich zuletzt. In den vergangenen Monaten meldeten immer wieder Bayerwald-Gemeinden Probleme mit dem Trinkwasser wie Böbrach im Landkreis Regen und Untergriesbach im Landkreis Passau, Thurmansbang und Haidmühle, beide im Landkreis Freyung-Grafenau. Dort rief Bürgermeister Roland Schraml (CSU/JWU) die Bürger in den Netzwerken ebenfalls zum Wassersparen auf, nachdem die örtliche Quelle sich kaum noch fülle und sehr wenig Wasser führe. Andernorts in Niederbayern versiegten Quellen im Sommer auch einmal ganz.

Auf der Seite des Niedrigwasser-Informationsdiensts Bayern (externer Link) ist ebenfalls zu sehen, dass ein Großteil der Grundwasser- und Quell-Messstellen derzeit sehr niedrige Stände oder sogar neue Niedrigstwerte aufweisen. Als Hauptursache für die aktuelle Problematik werden vielerorts die langen Trockenphasen der vergangenen Monate über den Sommer bis in den Herbst hinein ausgemacht.

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