In bayerischen Seen und Bädern sind auch am vergangenen Wochenende Badeausflüge tragisch geendet: Mindestens drei Menschen starben, unter anderem ein sechs Jahre altes Kind.
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Sechsjähriger leblos in Naturbad
Seine Eltern hatten den Buben, der laut Polizei nicht schwimmen konnte, am Samstagabend im Naturbad Schnaittenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach aus den Augen verloren. Nach einer Suche konnte ein Bademeister den bewusstlosen Sechsjährigen aus dem Becken ziehen.
Ein Arzt, der privat im Naturbad war, begann sofort mit Reanimierungsmaßnahmen. Ein Rettungshubschrauber brachte den Buben dann in ein Krankenhaus, wo er kurz darauf aber starb.
Zwei tödliche Badeunfälle in Oberbayern
Am Sonntag starben dann auch zwei Männer in Oberbayern bei Badeunfällen: Ein aus Kamerun stammender Mann – ebenfalls Nichtschwimmer – ging im Olchinger See nur etwa zehn Meter vom Ufer entfernt unter. Kräfte der Wasserwacht holten ihn aus dem See, Wiederbelebungsversuche blieben aber ohne Erfolg.
Am Starnberger See kehrte am Sonntagabend ein 84 Jahre alter Mann, der regelmäßig im See schwimmen war, nicht wieder von einer Baderunde zurück. Einsatzkräfte entdeckten den leblosen Mann nach einer Suche.
Vater holt Sohn aus dem Wasser
Ein weiteres Unglück ereignete sich an einem Badesee in Trebgast im oberfränkischen Landkreis Kulmbach: Dort hatte ein Fünfjähriger an einem Steg am Seeufer gespielt und hatte dann tauchen wollen. Andere Badegäste informierten den Vater, der den bereits bewusstlosen Buben aus dem Wasser zog. Ersthelfer reanimierten ihn, anschließend kam er in eine Kinderklinik.
Ebenfalls in Oberfranken haben aufmerksame Badegäste zwei Schwestern aus einem Baggersee gerettet. Die beiden Männer hätten durch Hilferufe bemerkt, dass die 15-Jährige und die 20-Jährige in dem See bei Breitengüßbach untergingen, teilte die Polizei mit. Sie eilten den beiden Schwestern zu Hilfe und brachten sie ans Ufer. Rettungskräfte stellten bei der 15-Jährigen Lebensgefahr fest, inzwischen ist ihr Zustand stabil.
Tipps der DLRG
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft rät, Kinder möglichst früh mit dem Wasser vertraut zu machen. Ab etwa fünf Jahren können sie Schwimmen lernen. Jüngere Kinder sollten immer wieder an die wichtigsten Verhaltensregeln und Sicherheitsmaßnahmen erinnert werden. Nichtschwimmer sollten immer in Armreichweite beaufsichtigt werden, auch beim Tragen von Schwimmhilfen.
Seit Start der Badesaison sind in Bayern bereits zahlreiche Menschen ertrunken, meist junge Männer.
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