Soldaten in Tarnklamotten liegen zwischen Bäumen auf dem Waldboden. In ihren Händen halten sie Gewehre. Auf ihren Helme haben sie Pflanzen angebracht. (Symbolbild)
Soldaten in Tarnklamotten liegen zwischen Bäumen auf dem Waldboden. In ihren Händen halten sie Gewehre. Auf ihren Helme haben sie Pflanzen angebracht. (Symbolbild)
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"Versprengte" Bundeswehrsoldaten üben in Niederbayern sich zu ihrer Truppe durchzuschlagen (Symbolbild)
Bildrechte: picture alliance / dpa | Maurizio Gambarini
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"Zurückfinden zur Truppe": Bundeswehr-Übung in Niederbayern

"Zurückfinden zur Truppe": Bundeswehr-Übung in Niederbayern

Im Raum Landshut findet derzeit eine spezielle Bundeswehrübung statt. Die Soldaten trainieren in Waldstücken, wie sie als versprengte Personen wieder zu ihren eigenen Truppen zurückfinden. Insbesondere Waldbesitzer und Jäger sollten vorbereitet sein.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Niederbayern und Oberpfalz am .

Wer in den kommenden Nächten bis Mitte der Woche im Raum Landshut im Wald oder im Gelände auf Bundeswehr-Soldaten trifft, braucht nicht beunruhigt zu sein. Die Bundeswehr führt dort eine Spezialübung durch.

Die Soldatinnen und Soldaten üben den Gemeindegebieten von Essenbach und Bayerbach im Landkreis Landshut das Zurückfinden zu ihrer Truppe. Dabei handelt es sich um eine so genannte "Durchschlageübung", die vom Sanitätslehrregiment der Bundeswehr trainiert wird. Dabei soll man lernen, sich durchzuschlagen.

Versprengte Soldaten üben sich zur Truppe durchzuschlagen

Innerhalb von 48 Stunden lernen die Soldaten, wie sie als versprengte und vereinzelte Personen im Ernstfall wieder zu den eigenen Truppen zurückfinden können, ohne von den feindlichen Truppen entdeckt zu werden. Vor allem in der Nacht zum Mittwoch werden die Bundeswehrkräfte unter schwierigen Umständen versuchen müssen, zum Teil ganz alleine Richtung Haidersberg im Landkreis Straubing-Bogen zu kommen. Dabei müssen sie sich auch Wasser und Nahrung suchen.

Zivilisten sollen sich von den Soldaten fernhalten

In dem betroffenen Gelände komme es zu Truppenbewegungen. Zudem seien kleinere Militärfahrzeuge unterwegs. Zivilisten werden gebeten, sich von den Soldaten fernzuhalten. Vor allem Waldbesitzer und Jäger, aber auch Spaziergänger sollten darauf vorbereitet sein, dass getarnte Soldaten in der Dämmerung und auch nachts in den Wäldern unterwegs sind. Es bestehe keine Gefährdung für die Menschen in der Region, heißt es von den Behörden.

Der Übungsbereich umfasst konkret den Raum von Unterunsbach im Markt Essenbach bis Gerabach in der Gemeinde Bayerbach. Von dort ziehen die Soldaten dann weiter Richtung Landkreis Straubing-Bogen.

Im Lauf des Jahres sind noch mehrere solche Bundeswehr-Übungen in der Gegend geplant.

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