An einem Kanal der Donau in Rumänien, steht das Kernkraftwerk Cernavoda.
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An einem Kanal der Donau in Rumänien steht das Kernkraftwerk Cernavoda. Es deckt rund 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs ab.
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An einem Kanal der Donau in Rumänien steht das Kernkraftwerk Cernavoda. Es deckt rund 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs ab.

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AKW an der Donau von Niedrigwasser betroffen

AKW an der Donau von Niedrigwasser betroffen

Niedrigwasser in der Donau setzt zwei Atomkraftwerke unter Druck: In Rumänien wurde ein Reaktor bereits abgeschaltet, in Ungarn droht die komplette Stilllegung des AKWs. Beide Länder bereiten sich auf mögliche Engpässe bei der Stromversorgung vor.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Es ging Schlag auf Schlag in dieser Woche. Die Donau erreichte in Rumänien den niedrigsten Pegelstand seit 30 Jahren. Im Südosten des Landes, in der Region zwischen der Hauptstadt Bukarest und der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta, gab es in der Donau nur noch ein Drittel der Wassermenge, die es normalerweise im Juli gibt. In dieser Region, an einem Kanal der Donau, steht das Kernkraftwerk Cernavoda. Es deckt rund 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs ab.

Am Dienstag wurde der erste Reaktor des Kraftwerks kontrolliert heruntergefahren. Nun könnte bei weiter sinkenden Wasserständen auch der zweite folgen. Das Kraftwerk, das seit knapp 30 Jahren am Netz ist, würde damit zum ersten Mal komplett stillstehen.

Präventive Abschaltung in Rumänien

Die Betreibergesellschaft "Nuclearelectrica", die dem rumänischen Energieministerium untersteht, teilte mit: "Die Maßnahmen sind präventiv und dienen dem Schutz der nuklearen Sicherheit und Zuverlässigkeit der Anlagen." Das Energieministerium ergänzte: "Es ist notwendig, um die den drei Kühlpumpen zugeordneten Geräte zu schützen. Der Ausfall einer dieser Pumpen würde komplexe monatelange Reparaturen erfordern."

Laut dem Ministerium gäbe es keine Risiken für die Stromversorgung. Privathaushalte müssten auch nicht mit erhöhten Strompreisen rechnen, da die Vertragspreise für das gesamte Jahr festgelegt wurden. Rumänien gleicht den Ausfall des Kernkraftwerks Cernavoda durch massive Stromimporte, unter anderem aus Ungarn, Bulgarien und der Ukraine, aus und durch das Hochfahren von Gas- und Kohle-Reservekraftwerken. Interims-Premierminister Ilie Bolojan rief die Industriebetriebe und die privaten Verbraucher auf, Strom zu sparen, vor allem in den Abendstunden.

Auch Ungarn betroffen

Auch in Ungarn kommt es zu einem ähnlichen Szenario. Das Atomkraftwerk Paks, das rund 120 Kilometer südlich von Budapest an der Donau liegt, wird in Kürze vollständig vom Netz genommen. Das wäre auch das erste Mal seit den 42 Betriebsjahren des Kraftwerks. Ungarns Premierminister Peter Magyar sagte in einer Ansprache auf seinen Social-Media-Kanälen: "Ich möchte alle beruhigen. Auch wenn es eine solche Abschaltung noch nie gegeben hat, stellt sie keine Gefahrenlage dar." Doch Magyar sprach von einer schwierigen Lage in den kommenden Tagen.

"Neben der Abschaltung des Kernkraftwerks Paks, das spätestens ab Montag zu einem Ausfall von voraussichtlich 2.000 Megawatt führen wird, ist auch das erdgasbefeuerte Wärmekraftwerk Dunamenti aufgrund einer technischen Störung außer Betrieb gegangen. Dadurch fallen weitere 400 Megawatt Erzeugungskapazität aus. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch auf ein Rekordhoch. Deshalb werden wir spätestens ab Montag eine kritische Energieversorgungslage haben, wie wir sie in der Geschichte Ungarns noch nie erlebt haben", sagte Magyar.

Kritische Versorgungslage erwartet

Der ungarische Premier kündigte Maßnahmen an, die bislang noch nie angewendet worden seien. Als Erstes nannte Magyar eine Aufforderung an mehrere Dutzend Großverbraucher, ihren Stromverbrauch freiwillig zu reduzieren. Darunter sind Automobilwerke, Batteriefabriken, Zementwerke und Chemiebetriebe.

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