Messgerät zur Aufdeckung von Alkoholverstößen im Straßenverkehr
Messgerät zur Aufdeckung von Alkoholverstößen im Straßenverkehr
Bild
Alkohol Messgerät
Bildrechte: picture alliance / WERNER KERSCHBAUMMAYR / fotokerschi
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / WERNER KERSCHBAUMMAYR / fotokerschi
Audiobeitrag

Alkohol Messgerät

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Alkohol und Drogen am Steuer: Zahl der MPU-Gutachten sinkt

Alkohol und Drogen am Steuer: Zahl der MPU-Gutachten sinkt

Alkohol und Drogen am Steuer sind nach wie vor der Hauptgrund, warum Autofahrer eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) ablegen müssen. Doch die Zahlen sind rückläufig, wie das Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) berichtet.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Immer weniger Menschen, die mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt wurden, müssen zur medizinisch-psychologischen Untersuchung, um ihren Führerschein wieder zu bekommen. Die Gesamtzahl der Begutachtungen sinkt seit Jahren, doch auffälliger Alkoholkonsum bleibt die Hauptursache für die MPU.

Fast 7 Prozent weniger Menschen mussten zur MPU

Die medizinisch-psychologische Untersuchung und das daraus resultierende Gutachten bilden für Straßenverkehrsbehörden die Entscheidungsgrundlage dafür, ob ein Alkohol- oder Drogensünder wieder ans Steuer darf. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) in Bergisch Gladbach bei Köln sank die Zahl der MPU im Jahr 2025 auf 70.135 – das waren fast 7 Prozent weniger als 2024. Auch in den Jahren davor war die Zahl schon gesunken. Zahlen für die einzelnen Bundesländer erhebt die BASt in ihrer Statistik nicht. Es werden alle Träger von Begutachtungsstellen insgesamt ausgewertet.

Alkohol am Steuer weiter Hauptursache für MPU

Alkohol am Steuer bleibt mit 44 Prozent der Hauptgrund, warum Menschen zur MPU müssen. Dahinter folgen Untersuchungen, bei denen es einen Zusammenhang mit Drogen und Medikamenten gab (rund 21 Prozent). Bei den Ergebnissen hat sich laut der aktuellen Statistik kaum etwas verändert. 58 Prozent der begutachteten Personen wurden als "geeignet" eingestuft (2024: 56 Prozent), 38 Prozent wurden als "ungeeignet" bewertet (2024: 39 Prozent). Etwa 4 Prozent wurde ein Aufbaukurs empfohlen.

ADAC: Sinkender Alkoholkonsum wirkt sich aus

"Gründe, weshalb die Anzahl an MPU zurückgegangen sind, sind vielseitig. Ein Faktor wird sein, dass der Alkoholkonsum in der Gesellschaft insgesamt zurückgeht und gleichzeitig das Bewusstsein für die Gefahren von Alkohol am Steuer gestiegen ist", sagte ein Sprecher des ADAC.

Eine MPU wird angeordnet, wenn das Risiko für eine erneute Auffälligkeit im Straßenverkehr als besonders hoch gilt. Am Steuer eines Kraftfahrzeuges gilt man ab einem Promillewert von 1,1 als absolut fahruntüchtig und begeht eine Straftat. Das kann schon für die Anordnung einer MPU reichen. Ab einem Wert von 1,6 Promille wird in der Regel eine MPU verlangt. Übrigens: Auch wer auf dem Radl mit diesem Promillewert erwischt wird, muss zur MPU und riskiert, den Auto-Führerschein zu verlieren.

Mit Informationen der dpa

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!