Zwei Mikrofone von ARD und ZDF sind nebeneinander aufgebaut (Symbolbild).
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ARD und ZDF kooperieren mehr: Diese Kanäle werden eingestellt
Bildrechte: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
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ARD und ZDF kooperieren mehr: Diese Kanäle werden eingestellt

Ab 2027 starten drei neue gemeinsame Angebote von ARD und ZDF für Information, junge Erwachsene und Dokumentationen. Das bedeutet auch: Programme wie ARD alpha oder tagesschau24 werden eingestellt. Was ist konkret geplant?

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Mit dem Schritt setzen ARD und ZDF die Vorgaben des Reformstaatsvertrags um. Darin hatten die Bundesländer den Öffentlich-Rechtlichen vorgeschrieben, die Zahl der linearen Sender zu reduzieren und stärker zusammenzuarbeiten. Mit den neuen Angeboten sollen auch stärker jüngere Zielgruppen angesprochen werden.

Die Politik legt in Deutschland den Rahmen für die öffentlich-rechtlichen Programme fest. Auf konkrete Inhalte hat sie keinen Einfluss.

Neue Schwerpunktkanäle ab 2027

Die drei bisherigen linearen Kanäle ARD alpha, tagesschau24 und ONE werden zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet. Dafür entstehen ab Januar 2027 folgende gemeinsame Programme: "Phoenix von ARD und ZDF" wird der Informationskanal mit aktuellen Nachrichten, Parlamentsberichterstattung und auch Gesprächssendungen. "Neo" heißt der neue Sender für junge Erwachsene. Dokumentationen wird der dritte gemeinsame Kanal schwerpunktmäßig zeigen. Er wird "info von ARD und ZDF" heißen.

Vorgaben auch für andere Angebote

Veränderungen sind durch den Reformstaatsvertrag auch bei weiteren gemeinsam produzierten Programmen geplant. Der KiKA, der Sender von ARD und ZDF für Kinder, soll ab 2033 ein reines Digitalangebot sein. Bis dahin wird er linear weiter ausgestrahlt.

Änderungen wird es auch geben beim deutsch-französischen Kulturkanal arte und bei 3Sat, das zusammen mit Sendern aus Österreich und der Schweiz produziert wird. Inhalte von 3sat sollen unter anderem in das Programm "arte – Der europäische Kulturkanal" überführt werden, so die Vorgabe der Bundesländer. Konkrete Regelungen gibt es noch nicht. Auch weil diese mit anderen beteiligten europäischen Partnern abgestimmt werden müssen. Vorerst werden beide Programme weiter wie gewohnt senden.

"Keine leichte Arbeit"

Keine Veränderungen gibt es dagegen bei "Funk". Das digitale Content-Netzwerk von ARD und ZDF produziert Inhalte für 14- bis 29-Jährige. Dieses nimmt der ARD-Vorsitzende und Intendant des Hessischen Rundfunks, Florian Hager, auch als Vorbild für die verstärkte Kooperation: “Dies zeigt, was ARD und ZDF schaffen können, wenn sie vor allem im Digitalen spezifische Zielgruppen gemeinsam ansprechen.”

Das stärke das öffentlich-rechtliche Angebot nachhaltig, so Hager. Der Intendant des ZDF, Norbert Himmler, ergänzt, dass die Abstimmung zwischen den beiden öffentlich-rechtlichen Häusern "keine leichte Arbeit" gewesen sei. Aber jetzt komme "das Beste aus beiden Welten zusammen".

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