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Aufreger-Studie: Wie klimafreundlich sind E-Autos wirklich?

Aufreger-Studie: Wie klimafreundlich sind E-Autos wirklich?

Kein Auspuff – kein CO2? Eine Studie der TU München kritisiert jetzt die Klimapolitik der EU und fordert: Auch die Produktion eines E-Autos müsse mitbedacht werden. Wie klimafreundlich sind E-Autos wirklich? BR24 berichtet live um 16 Uhr.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Eine neue Studie der Technischen Universität München (TUM) sorgt für Wirbel: Die Forscher bezeichnen den Ansatz der EU, CO2-Emissionen ausschließlich am Auspuff zu messen, als wissenschaftlich nicht haltbar. Diese Methode blende den CO2-Ausstoß aus, der bei der Rohstoffgewinnung, der Produktion von Stahl und Aluminium, dem Betrieb mit dem jeweiligen Strommix sowie dem späteren Recycling der Fahrzeuge anfällt. Die Arbeit basiert nach eigenen Angaben auf der Auswertung von 19 internationalen Studien und 47 Szenarien.

Geht die Rechnung der EU nicht auf? Und welche Kritik gibt es an der Studie selbst? Darüber spricht BR24 mit Stephan Lina aus der BR-Redaktion Wirtschaft sowie mit Stefan Bratzel (externer Link), dem Direktor des "Center of Automotive Management". Außerdem konnten wir live in der Sendung mit dem Studienautor Prof. Tim Büthe (externer Link) von der Technischen Universität München sprechen. Den Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

78 Prozent Verbrenner im Jahr 2030

Sollte die EU an dieser alleinigen Betrachtung der Abgase festhalten, werde sie ihre eigenen Klimaziele massiv verfehlen, so die Autoren. Bis 2030 sollen die Netto-Treibhausemissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Dies sei unerreichbar, da die Gesamtflotte an Fahrzeugen auch in vier Jahren voraussichtlich noch zu 78 Prozent aus Verbrennern bestehen werde. Vor der Abstimmung über das "Automobil-Paket" im Europaparlament im November müssten die Erkenntnisse Eingang in die politische Debatte finden, forderte der Initiator der Studie, TUM-Präsident Thomas Hofmann.

Mit Informationen von epd

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