Das Bundeskriminalamt (BKA) hat einer Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt] zufolge im vergangenen Jahr 321 Verdachtsfälle von Sabotage an Infrastrukturanlagen und Behörden registriert. Das gehe aus einem vertraulichen Lagebericht des BKA hervor, der NDR, WDR und SZ vorliege.
- Zur Recherche auf tagesschau.de: BKA zählt mehr als 320 Sabotage-Verdachtsfälle
Mutmaßliche Sabotagefälle an Infrastruktur und in Behörden
Erfasst wurden demnach verdächtige Zwischenfälle unter anderem in den Kategorien Bahnanlagen, Energie- und Wasserversorgung, Flugverkehr, Bundeswehr, Polizei und sonstigen Verwaltungsbereichen. Die meisten Vorfälle ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen (88), gefolgt von Niedersachsen (51) und Bayern bzw. Sachsen (jeweils 30).
Zusätzlich registrierte das BKA dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr 1.289 verdächtige Drohnenüberflüge, die dem Bericht zufolge teils als Ausspähung eingestuft wurden. Dabei wurden 2.310 Drohnen gesichtet.
Sicherheitsbehörden: Hinter einigen Vorfällen könnte Russland stecken
Dem Bericht zufolge vermuten Sicherheitsbehörden, dass hinter einigen dieser Vorfälle staatliche russische Stellen stecken könnten. Russische Geheimdienste werben demnach seit einigen Jahren verstärkt Menschen über das Internet an und bezahlen diese sogenannten Wegwerf-Agenten für Spionage und Sabotageaktionen. Russland bestreitet dies.
Mit Informationen AFP
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