Symbolbild: Zwei Rentner sitzen auf einer Bank.
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Die Rente mit 70 ist nach einem Medienbericht Thema in der Rentenkommission.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sebastian Kahnert
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Bericht: Rentenkommission berät über Rente mit 70

Bericht: Rentenkommission berät über Rente mit 70

Die Rente mit 70 ist nach einem Medienbericht Thema in den Beratungen der Rentenkommission der Bundesregierung. Ein anderer Vorschlag kommt von der Linken: Aus ihrer Sicht sollten Arbeitgeber mehr in die Rentenversicherung einzahlen als Arbeitnehmer.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Seit Jahren wird ein späterer Renteneintritt mit 70 Jahren diskutiert. Einem Bericht der "Bild" zufolge [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt] will sich nun auch die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission damit befassen. Die Zeitung berichtet dies unter Berufung auf Kommissionskreise.

Bericht: "Großzügige Belohnung" bei Rente mit 70 im Gespräch

Bei einem Treffen des Expertengremiums am 23. Februar soll demnach diskutiert werden, wie eine solche Ausweitung erfolgen könnte. Dabei soll es auch um die Höhe der Abschläge bei einem früheren Renteneintritt sowie um Anreize für ein längeres Arbeiten gehen.

Es sei eine "sehr großzügige" finanzielle Belohnung für einen späteren Renteneintritt im Gespräch. Eine Empfehlung könnte bereits im Frühjahr vorliegen. Dem Bericht zufolge soll zudem erörtert werden, ob künftig auch Beamte und Politiker verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen.

Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Johannes Winkel, forderte in der Zeitung unterdessen, mit einer umfassenden Reform die jährlichen Rentenausgaben um mehr als 50 Milliarden Euro zu senken. Rentenerhöhungen sollten sich künftig an der Inflation statt an der Lohnentwicklung orientieren. Zudem verlangte der JU-Vorsitzende die Abschaffung der Rente mit 63. Winkel warf der SPD vor, den demografischen Wandel zu ignorieren.

Linke: Arbeitgeber sollen mehr in Rentenversicherung einzahlen

Die Linke hingegen legte ein Thesenpapier vor, wonach die Arbeitgeber künftig mehr in die Rentenversicherung einzahlen sollen als Arbeitnehmer. Der Arbeitgeberanteil solle von heute 50 Prozent schrittweise auf 60 Prozent angehoben werden, heißt es in einem Thesenpapier. Die Linke schließt aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags, dass dies rechtlich zulässig sei.

Bisher übernehmen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte des Beitragssatzes von derzeit 18,6 Prozent des Bruttolohns. Um auf ein auskömmliches Rentenniveau zu kommen, sollen Arbeitnehmer aber zusätzlich privat vorsorgen. Die Linke sieht sie deshalb einseitig belastet.

Orientierung an österreichischem Modell

"Seit Jahren tragen die Beschäftigten die Hauptlast für ihre Altersvorsorge", sagte Parteichefin Ines Schwerdtner. "Sie schuften ihr Leben lang, sollen privat vorsorgen und am Ende reicht die Rente kaum zum Leben." An die Adresse der Arbeitgeber sagte sie: "Wer von der Arbeit der Beschäftigten profitiert, muss sich auch angemessen an ihrer sozialen Absicherung beteiligen."

Die Linke orientiert sich vor allem am Modell der Rentenversicherung in Österreich. Die gesetzlichen Renten sind dort höher, aber mit 22,8 Prozent auch der Beitragssatz. Der wird dort nicht hälftig geteilt: Davon übernimmt die Arbeitgeberseite 12,55 Prozentpunkte, die Arbeitnehmerseite 10,25 Prozent.

Rentenkommission soll Mitte 2026 Vorschläge vorlegen

Die Bundesregierung hat eine Rentenkommission eingesetzt, die bis Mitte 2026 Vorschläge für eine grundlegende Reform der Altersvorsorge vorlegen soll. Dabei geht es darum, wie die Altersvorsorge gesichert und eine Überlastung von Beitrags- und Steuerzahlern vermieden werden kann – auch nach dem immer zahlreicheren Renteneintritt der Babyboomer.

Mit Informationen von Reuters und dpa

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