Einfamilienhaus mit Wallbox zum Aufladen eines Elektroautos
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Elektroauto wird vor einem Einfamilienhaus aufgeladen
Bildrechte: picture alliance / epd-bild | Detlef Heese
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Elektroauto wird vor einem Einfamilienhaus aufgeladen

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E-Autos werden hauptsächlich von Immobilienbesitzern gekauft

E-Autos werden hauptsächlich von Immobilienbesitzern gekauft

Auch Mittel- und Geringverdiener sollen sich durch eine neue Förderung Elektroautos leisten können. Wie Daten eines Versicherers zeigen, ist der Kauf eines Stromers in Deutschland bisher weitgehend Eigenheimbesitzern vorbehalten.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Das neue Förderprogramm der Bundesregierung für E-Autos richtet sich an Privatpersonen und soll den Umstieg auf Elektromobilität erleichtern. Daten der HUK Coburg zeigen aber, dass bislang überwiegend Immobilieneigentümer elektrisch Autofahren.

Eigener Stellplatz vereinfacht das Aufladen

Gut vier von fünf aller privat zugelassenen E-Autos werden von Menschen gefahren, die Haus oder Wohnung besitzen. Das hat eine Analyse des größten deutschen Autoversicherers HUK-Coburg ergeben. Demnach haben 4,8 Prozent der Eigenheimbesitzer ein E-Auto, aber nur 1,6 Prozent derjenigen ohne Wohneigentum. Die HUK wertet für ihr "E-Barometer" in regelmäßigen Abständen ausschließlich private Elektroautozulassungen aus.

Ausschlaggebend dafür ist nach Einschätzung des Unternehmens die Lademöglichkeit für die Fahrzeuge: Besitzer von Garagen-Stellplätzen oder Carports fahren demnach sehr viel häufiger ein E-Auto als diejenigen, die auf der Straße parken. "Wenn sich in den Großstädten Deutschlands die Lademöglichkeiten auch für Freiluftparker verbessern, könnte das also nochmal deutliche Zuwächse beim Zulauf der Elektromobilität bringen", sagte HUK-Vorstand Jörg Rheinländer.

E-Autos in großen Städten beliebter

Wie die HUK in einer begleitenden Umfrage feststellte, sind E-Autos in Metropolen mit mehr als einer halben Million Einwohnern beliebter als im übrigen Deutschland: Demnach finden 59 Prozent der Großstädter Elektroautos gut oder sehr gut, aber nur 45 Prozent der Bewohner weniger großer Kommunen.

Dennoch steigen laut HUK die Bewohner der 15 größten deutschen Städte im Schnitt seltener auf ein Elektroauto um als Menschen, die außerhalb dieser Zentren oder auf dem Land wohnen. Der Anteil der E-Auto-Umsteiger in den fünfzehn größten Städten liegt demnach mit 4,6 Prozent unter dem bundesweiten Wert von 5,5 Prozent.

Spitzenverdiener-Landkreis Starnberg auch bei E-Autos spitze

Die höchsten Umstiegsquoten auf E-Autos gibt es daher in kleineren Großstädten, ländlichen Regionen und auch im Dunstkreis Münchens: An der Spitze liegt mit zehn Prozent E-Auto-Umsteigern der von vielen Gutverdienern und Wohlhabenden bevölkerte Landkreis Starnberg südlich der bayerischen Landeshauptstadt.

Auffällig ist, dass von den 15 Kommunen mit den höchsten Wechselquoten elf in Bayern liegen. Außerdem jeweils zwei in Nordrhein-Westfalen (Höxter und Paderborn) und Niedersachsen (Holzminden und Lüchow-Dannenberg). Die übrigen 13 Bundesländer tauchen in den Elektroauto-Top-15 gar nicht auf.

Neue Förderung für E-Fahrzeuge mit Einkommensgrenze

Der neue Elektroauto-Zuschuss richtet sich an Menschen mit höchstens 80.000 Euro Haushaltseinkommen. Familien mit Kindern soll es die Förderung bis maximal 90.000 Euro Einkommen geben. Förderfähig sind laut Umweltministerium Fahrzeuge, die nach dem 01. Januar 2026 neu zugelassen werden (externer Link). Anträge dafür können voraussichtlich ab Mai 2026 online und rückwirkend gestellt werden. Entscheidend ist das Datum der Neuzulassung nach dem 1. Januar 2026.

Einen Zusammenhang zwischen Einkommen und Elektroautobesitz stellte die HUK nicht her, doch tun sich Gutverdiener bei der Finanzierung eines Eigenheims naturgemäß leichter als Menschen mit weniger Geld. Abgesehen davon sind Elektroautos im Schnitt nach wie vor teurer als Wagen mit Verbrennungsmotor – auch wenn der Preisabstand mittlerweile schrumpft.

Mit Informationen der dpa

Dieser Artikel ist erstmals am 10.02.2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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