18.05.2026, Berlin: Barbara Schlomann (M), Vorsitzende vom Expertenrat für Klimafragen (ERK), Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Marc-Oliver Bettzüge, stellvertretender Vorsitzender vom ERK (2.vl), Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln EWI, Tanja Kneiske (l), Ratsmitglied ERK, Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG und TU Berlin, Allister Loder (r), Ratsmitglied ERK, TU München, und Julia Pongratz (2.v.r), Ratsmitglied ERK, LMU München, stellen den Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2025 und zu den Projektionsdaten 2026 vor. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Treibhausgasemissionen 2025

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Expertenrat warnt: Klimaziele in Gefahr

Expertenrat warnt: Klimaziele in Gefahr

Der Expertenrat stellt der Bundesregierung ein schlechtes Zwischenzeugnis aus: Viele Klimaziele dürfte Deutschland 2030 wohl verfehlen. Welche Konsequenzen muss die Politik jetzt ziehen? Mehr bei BR24 live um 16 Uhr.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Die Anstrengungen der Bundesregierung beim Klimaschutz reichen nach Einschätzung eines wichtigen Beratergremiums nicht aus. Die Wirkung des jüngst von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) vorgestellten Klimaschutzprogramms dürfte deutlich geringer ausfallen als von der Bundesregierung angenommen, schreibt der Expertenrat für Klimafragen in seinem in Berlin veröffentlichten neuesten Gutachten. 

Was steckt sonst noch drin im Gutachten und wie reagiert die Politik auf das schlechte Zwischenzeugnis für ihre Klimapolitik? Darüber sprach BR24 um 16 Uhr mit Prof. Julia Pongratz, Mitglied des Expertenrats, sowie BR-Hauptstadtkorrespondent Jan Zimmermann. Das Video der Sendung finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Expertenrat: Bundesregierung zu optimistisch 

Selbst wenn das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung komplett umgesetzt würde, werde keines der Ziele für das Jahr 2040 erreicht, so der Expertenrat, ein unabhängiges Beratergremium der Bundesregierung. Dass die von Umweltminister Schneider angekündigten Ausschreibungen für rund 2.000 weitere Windräder tatsächlich zu CO₂-Einsparungen von 6,5 Millionen Tonnen führen, daran zweifelt der Ökonom Oliver Bettzüge, der Mitglied im Rat ist.

Die Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) für das vergangene Jahr, wonach der Ausstoß an Treibhausgasen um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr sank, bestätigt der Expertenrat zwar. Die UBA-Projektionen zur erwarteten Entwicklung des Treibhausgas-Ausstoßes bis zum Jahr 2030 stufen die Experten hingegen als zu optimistisch ein – insbesondere, was Emissionen im Energiesektor und bei Gebäuden angeht.

Umweltminister Schneider: Nehme Warnungen ernst

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) versprach: "Ich nehme die Warnungen des Expertenrates ernst und werde sie gründlich prüfen lassen." Er verwies aber auch auf die aktuelle Energiekrise durch den Iran-Krieg. "Meine Vermutung ist, dass die Tragweite erheblich sein wird. Weltweit orientieren sich Menschen und Märkte um und suchen erneuerbare Antworten auf die fossile Krise."

Wichtigste Antwort auf die Warnung des Expertenrats müsse der entschiedene Ausbau erneuerbarer Energien sein, sagte Schneider. Zudem müsse der europäische Emissionshandel sinnvoll weiterentwickelt werden und es brauche genug Förderung für den Umstieg auf klimafreundlichere Heizungen. 

Mit Informationen von dpa

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