Nach einem mehrstündigen Großeinsatz wegen eines Gefahrgut-Lkw bei Wiesensteig ist die Sperrung der A8 in Richtung München in der Nacht wieder aufgehoben worden. Nach Angaben der Polizei konnte die Gefahr einer Explosion ausgeschlossen werden. Experten von Feuerwehr, Katastrophenschutz und einer Fachfirma gaben schließlich Entwarnung. Der Lastwagen setzte seine Fahrt anschließend unter Begleitung der Polizei fort.
Rettungskräfte befürchteten Explosion des Gefahrguts
Der Lkw war am Montag gegen 15 Uhr aufgrund eines mutmaßlichen Defekts im Motorraum liegen geblieben und hatte rund 40.000 Liter organisches Peroxid geladen. Da sich der Stoff erhitzte, bestand zeitweise Explosionsgefahr. Deshalb wurde die Autobahn zwischen Mühlhausen im Täle und Hohenstadt bis nach Mitternacht voll gesperrt. Die Sperrung führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus.
Rund 300 Personen evakuiert – etwa 250 Einsatzkräfte vor Ort
Da sich die unter Druck stehenden Behälter entzünden oder explosionsartig hätten entladen können, bestand bei der trockenen Witterung zudem akute Waldbrandgefahr. Rund 300 Menschen wurden vorsorglich evakuiert und in einer Turnhalle in Mühlhausen im Täle untergebracht.
Der Verkehr staute sich auf der A8 in Richtung München zeitweise auf bis zu zehn Kilometer. Die Feuerwehr brachte den defekten Lkw auf einen Parkplatz vor dem Lämmerbuckeltunnel. Ein weiterer Abtransport war zunächst technisch nicht möglich. Für die betroffenen Gemeinden wurde daraufhin eine außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen. Rund 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz waren im Einsatz.
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