30.09.2026, Israel, Tel Aviv: Ein Flugzeug der Fluggesellschaft FlyDubai mit israelischen Passagieren an Bord, die zuvor in einem anderen FlyDubai-Flugzeug gesessen hatten, das in Saudi-Arabien notgelandet war, nähert sich dem Ben-Gurion-Flughafen in der Nähe von Tel Aviv.
30.09.2026, Israel, Tel Aviv: Ein Flugzeug der Fluggesellschaft FlyDubai mit israelischen Passagieren an Bord, die zuvor in einem anderen FlyDubai-Flugzeug gesessen hatten, das in Saudi-Arabien notgelandet war, nähert sich dem Ben-Gurion-Flughafen in der Nähe von Tel Aviv.
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(Symbolbild) Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren an Bord hat sich der Flugkapitän öffentlich geäußert.
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(Symbolbild) Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren an Bord hat sich der Flugkapitän öffentlich geäußert.

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Flydubai-Angriff im Cockpit: Wie werden Piloten kontrolliert?

Flydubai-Angriff im Cockpit: Wie werden Piloten kontrolliert?

Am Mittwochmorgen setzte eine Maschine auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv einen Notruf ab. Der Grund: Der Copilot hatte den Piloten mit einem Messer schwer verletzt und die Maschine drohte abzustürzen. Aber: Wie konnte es dazu kommen?

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren an Bord hat sich der indische Flugkapitän Smit Machchhar, das Opfer des Messerangriffs, inzwischen öffentlich geäußert. In einem Gespräch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi schilderte er den Angriff durch seinen Kollegen und wie es ihm mit letzter Kraft gelungen sei, die Cockpittür zu öffnen.

Nur so konnten Passagiere zu ihm vordringen, den Angreifer niederringen und fesseln. Die Maschine befand sich da schon in einem gefährlichen Sturzflug. Anschließend haben andere Piloten, die als Passagiere an Bord waren, das Flugzeug unter Kontrolle gebracht und sicher gelandet. Soweit die Fakten.

Warum hat der Co-Pilot angegriffen?

Keine Aussage hat der Flugkapitän über die Gründe getroffen, warum der Copilot angegriffen und die Maschine in einen Sturzflug gebracht hat. Zwei Möglichkeiten stehen hier im Raum: Der Copilot, der aus dem Oman stammen soll, könnte einen Anschlag geplant haben, ähnlich dem vom 11. September 2001, als Passagiermaschinen in die Twin Towers von New York gelenkt wurden. So die Vermutung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in einem CNN-Interview.

Für ein zweites mögliches Szenario gibt es ebenfalls Beispiele aus der Vergangenheit: Am 24. März 2015 hatte sich der deutsche Copilot bei einem Germanwings-Flug über die Alpen im Cockpit eingeschlossen. Anschließend steuerte er das Flugzeug gegen eine Felswand. Hintergrund waren schwere Depressionen, unter denen der Copilot litt, und die Absicht, Suizid zu begehen.

Was der Anlass zur Beinahe-Katastrophe am vergangenen Mittwoch war, Terrorismus oder eine psychische Störung, darüber ist öffentlich noch nichts bekannt.

Werden Piloten polizeilich überwacht?

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat verbindliche Standards für die Luftfahrt festgelegt, die weltweit gelten. Dazu gehört auch die Überprüfung von Luftfahrtpersonal auf einen terroristischen Hintergrund. In Deutschland ist das die "Zuverlässigkeitsüberprüfung im Luftverkehr" (LuftSiG § 7).

Dafür konsultiert das regionale Luftamt die Polizeivollzugs- und Verfassungsschutzbehörden, die Bundespolizei und das Zollkriminalamt. In Einzelfällen wird auch beim Bundeskriminalamt, dem Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst, dem Militärischen Abschirmdienst und dem Stasi-Akten-Beauftragten nachgefragt. Nur wer bei diesen Behörden nicht als Gefährder geführt wird, hat das Recht, den Sicherheitsbereich eines Flughafens zu betreten oder einen Flugschein zu erwerben.

Piloten werden regelmäßig gesundheitlich untersucht

Berufspiloten werden vor Beginn ihrer Ausbildung ausführlich auf charakterliche und psychologische Eignung getestet, etwa Teamfähigkeit, Multitasking oder psychische Belastbarkeit. Später folgt bei jedem Piloten, je nach Alter etwa alle ein bis zwei Jahre, ein gesundheitlicher Check. Dabei geht es zunächst um die körperliche Leistungsfähigkeit. Der Arzt macht etwa ein EKG, einen Hör- und Sehtest oder ein Blutbild.

Der Fliegerarzt soll aber auch die psychologische Verfassung beurteilen. Dazu gehört insbesondere ein Fragebogen zu Einstellungen und Verhaltensweisen. Etwa, ob sich die Schlafgewohnheiten verändert hätten, ob jemand seine Emotionen im Griff hat oder regelmäßig zu chemischen Substanzen greift. Nur wer die gesamte Gesundheitsprüfung besteht, darf anschließend wieder ins Cockpit.

Ein Fragebogen reicht nicht

"Der Wert des Fragebogens allein ist fragwürdig", sagt Gerhard Fahnenbruck, ehemaliger Lufthansapilot und Psychologe. Er war beteiligt an der Entwicklung eines Peer-Support-Programms für Piloten in schwierigen Lebenslagen: "Man schafft einen geschützten Raum, in dem Piloten mit anderen Piloten sprechen können, die dafür extra ausgebildet sind." Da könne man über schwierige Themen sprechen, die einen gerade belasten. Der Kollege könne da Unterstützung kriegen und gucken, wie er aus einer schwierigen Lebensphase wieder rauskommt und trotzdem weiterfliegen kann.

Solche Programme sind inzwischen weltweit eingeführt worden und gelten als wirksam. "Die können tragische Fälle nicht zu 100 Prozent verhindern", sagt Fahnenbruck, aber die Gefahr, dass ein Pilot eine schwerwiegende psychische Störung entwickelt – "die Wahrscheinlichkeit dazu ist, seit das eingeführt worden ist, erheblich gesunken."

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