ARCHIV - 09.01.2025, Venezuela, Caracas: Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado führt eine Demonstration gegen die erneute Vereidigung des autoritären Präsidenten Maduro an diesem Freitag.
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María Corina Machado führt eine Demonstration gegen die erneute Vereidigung des autoritären Präsidenten Maduro an,
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Friedensnobelpreisträgerin kommt nicht zur Preisverleihung

Friedensnobelpreisträgerin kommt nicht zur Preisverleihung

Der Friedensnobelpreis wird am Mittag ohne die venezolanische Preisträgerin Maria Corina Machado verliehen. Der Vorsitzende des Nobelinstituts erklärte, man wisse leider weiter nicht, wo sie sich aufhalte. Ihre Tochter werde den Preis entgegennehmen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Die diesjährige Verleihung des Friedensnobelpreises wird ohne die eigentliche Preisträgerin stattfinden. Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado wird nach Drohungen der autoritären Führung ihres Landes nicht an der heutigen Preisverleihung im Rathaus von Oslo teilnehmen.

Tochter soll Nobelpreis in Empfang nehmen

Die 58-Jährige sei derzeit leider nicht in Norwegen und werde auch nicht bei der Preiszeremonie auf der Bühne stehen, sagte der Direktor des norwegischen Nobelinstituts, Kristian Berg Harpviken, dem Rundfunksender NRK. Stattdessen werde ihre Tochter den Nobelpreis in Empfang nehmen und auch eine Rede halten, die ihre Mutter geschrieben habe. Wo sich Machado aufhalte, wisse er nicht.

Das norwegische Nobelkomitee hatte im Oktober verkündet, dass die an einem geheimen Ort innerhalb Venezuelas lebende Machado in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird. Das Komitee sprach ihr den renommierten Preis "für ihren unermüdlichen Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und für ihren Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zur Demokratie" zu.

Machado von Präsidentschaftswahlen ausgeschlossen

Die 58-Jährige widmete die Auszeichnung daraufhin "dem leidenden Volk Venezuelas" sowie US-Präsident Donald Trump für seine Unterstützung der venezolanischen Opposition. Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro bezeichnete sie im Anschluss indirekt als "dämonische Hexe" – ihren Namen nimmt er für gewöhnlich nicht in den Mund.

Machado gilt als einende Kraft der Opposition in Venezuela und entschiedene Widersacherin des seit 2013 regierenden Maduro. Sie hatte sich 2023 um die Präsidentschaftskandidatur in ihrem Land bemüht, wurde jedoch wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten von der Wahl im darauffolgenden Jahr ausgeschlossen. Kritiker werfen Maduro systematische Wahlmanipulation vor.

Hohes persönliches Risiko

Machado ist vor geraumer Zeit aus Sorge um ihre Sicherheit innerhalb ihres Landes abgetaucht. Das Nobelkomitee war bislang davon ausgegangen, dass sie für die Preiszeremonie nach Oslo kommen könnte. Sie selbst hatte beteuert, alles daranzusetzen, um für die größte Ehrung ihres Lebens in die norwegische Hauptstadt reisen zu können.

Die venezolanische Staatsanwaltschaft hatte jedoch damit gedroht, Machado aufgrund verschiedener Ermittlungen gegen sie als flüchtig zu betrachten, sollte sie das Land verlassen. Ihr würde damit möglicherweise die Festnahme, ein Einreiseverbot oder Schlimmeres drohen, wenn sie aus Oslo nach Venezuela zurückkehren würde.

"Mir sind alle erdenklichen Verbrechen vorgeworfen worden, bis hin zu Terrorismus", sagte Machado jüngst in einem NRK-Interview. "Das Regime ist sehr deutlich geworden. Maduro hat gesagt, dass sie mich töten werden, wenn sie mich erwischen."

Mit Informationen der dpa

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