Nach der gerissenen Oberleitung auf der wichtigen Bahnstrecke Berlin–München müssen sich Fahrgäste am Sonntag weiterhin auf eine längere Reisezeit einstellen. Ein Reparatur-Team soll nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) aktuell daran arbeiten, die beschädigten Anlagen so rasch wie möglich instand zu setzen. Die Reparaturen werden wohl den gesamten Sonntag in Anspruch nehmen, so die DB. "Unser Personal vor Ort arbeitet unter Hochdruck an der Beseitigung der Störung", heißt es auf der Webseite.
Verspätungen bis zu 50 Minuten möglich
Wann der Zugverkehr auf dem betreffenden Streckenabschnitt wieder vollumfänglich aufgenommen werden kann, stehe momentan noch nicht fest. Seit Samstagabend sei die Strecke an der betroffenen Stelle wieder eingleisig befahrbar, sagte eine Sprecherin der DB am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Züge werden demnach auch über Dessau umgeleitet. Laut DB sind mit Verspätungen von 30 bis 50 Minuten zu rechnen.
Zwei Verletzte und hoher Sachschaden
Am Samstagmittag war eine Oberleitung bei Zahna-Elster in Sachsen-Anhalt auf einer Länge von fast einem Kilometer gerissen und auf einen ICE gefallen. Nach Polizeiangaben saßen 600 Reisende fest. "Auf Grund der Lebensgefahr durch Kontakt mit dem Bahnstromnetz verzögerte sich die Evakuierung", hieß es. Zwei Passagiere wurden leicht verletzt.
Bei dem Unfall entstand ein hoher Schaden. "Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen sechsstelligen Bereich", teilte die Polizei mit. Die Ursache für den Unfall wird derzeit noch untersucht.
Mit Informationen von dpa
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