Gestiegene Preise infolge des Nahost-Konfliks treffen ärmere Menschen in Deutschland deutlich mehr als wohlhabende. Dies ergibt sich aus Berechnungen des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München. Fast drei Prozent (2,87) machen die Preissteigerungen für deutsche Haushalte mit geringen Einkommen aus, während die einkommensstärksten Haushalte nur 0,65 Prozent ihres verfügbaren Einkommens einbüßten, so das ifo Institut.
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"Preisschock" bei den Konsumausgaben
"Wir sehen, dass ärmere Haushalte einem Preisschock, der Tausende Kilometer entfernt seinen Ursprung hat, schlechter ausweichen können und größere Kaufkraftverluste erleiden", erklärt die ifo-Forscherin Tiphaine Wibault, die an der zugrundeliegenden Studie mitgearbeitet hat. Insgesamt seien durch die Krise im Nahen Osten die Konsumausgaben deutscher Haushalte um 16,8 Milliarden Euro gestiegen, das seien im Schnitt 1,15 Prozent.
Ältere Menschen stärker betroffen
Überdurchschnittlich stark betroffen sind laut der Studie auch ältere Menschen. Rentnerpaare verlieren demnach durch den Preisschock 1,53 Prozent, alleinlebende Senioren 1,45 Prozent ihres Einkommens. Grund dafür sei unter anderem, dass sie einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihres Budgets für Heiz- und Energiekosten aufwenden müssten.
Für die Analyse verglichen die Forscher die Wirtschaftsprognosen vor und nach Beginn des Irankriegs im Februar 2026 und berechneten, wie viel Kaufkraft verschiedene Arten von Haushalten dadurch theoretisch verlieren. Die Schätzungen seien als Obergrenze zu verstehen, heißt es.
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