Jan van Aken gibt sein Amt als Co-Vorsitzender der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen ab.
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Jan van Aken gibt sein Amt als Co-Vorsitzender der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen ab.
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Gesundheitliche Gründe: Jan van Aken gibt Linken-Vorsitz ab

Gesundheitliche Gründe: Jan van Aken gibt Linken-Vorsitz ab

Er habe keine lebensbedrohliche Krankheit, müsse aber auf sich aufpassen, gab Jan van Aken bekannt. Für den Linken-Vorsitz kandidiert er nicht mehr, sein Bundestagsmandat will der 64-Jährige aber weiter ausüben.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Jan van Aken gibt sein Amt als Co-Vorsitzender der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen ab. Das teilte van Aken in Berlin mit. Ursprünglich wollte sich der 64-Jährige gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner beim Parteitag in Potsdam zur Wiederwahl stellen.

Linken-Chef Jan van Aken begründet Rückzug

"Anders als bislang geplant kann ich leider im Juni auf dem Bundesparteitag der Linken nicht wieder als Parteivorsitzender antreten", teilte er jetzt mit. "Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mein Amt im Juni niederlegen."

Es sei keine lebensbedrohliche Krankheit, und es bestehe kein Grund zu größerer Sorge. "Trotzdem muss ich auf mich aufpassen. Das tue ich hiermit." Er werde nicht komplett ausfallen, sondern das Mandat im Bundestag bis zum Ende der Legislatur ausüben. Auch der Partei werde er weiter zur Verfügung stehen. Bis zum Parteitag bleibe er an der Seite von Schwerdtner im Vorsitz.

"Ich finde, die Partei ist auf einem guten Weg"

Beide waren im Oktober 2024 als Doppelspitze gewählt worden. Damals steckte die Partei mit Umfragewerten von nur noch zwei bis drei Prozent in einer tiefen Krise. Dem Duo gelang jedoch für die Partei die Wende. Bei der Bundestagswahl 2025 zog die Linke mit 8,8 Prozent wieder ins Parlament ein.

"Mir fällt dieser Schritt sehr schwer, weil ich es immer anders geplant hatte", erklärte van Aken weiter und dankte Schwerdtner für die Zusammenarbeit. "Ich finde, die Partei ist auf einem guten Weg." Die Linke habe bei allen vier Wahlen in diesem Jahr deutlich zugelegt. Anders als von der Partei erhofft scheiterte sie jedoch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an der Fünf-Prozent-Hürde.

Jan van Aken protestierte als 19-Jähriger im Wendland gegen Atomkraft. Er studierte Biologie, war Aktivist bei Greenpeace und von 2004 bis 2006 Biowaffeninspekteur bei den Vereinten Nationen. Danach trat er in die Linke ein, für die er seit insgesamt neun Jahren mit Unterbrechung im Bundestag sitzt.

Mit Informationen von dpa

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