ARCHIV (01.02.2026). Symbolbild Krankenhäuser in Bayern. Ein Krankenhausgebäude im Hintergrund einer Notaufnahme steht symbolisch für medizinische Versorgung, Pflege und die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems und aktueller Reformdebatten.
ARCHIV (01.02.2026). Symbolbild Krankenhäuser in Bayern. Ein Krankenhausgebäude im Hintergrund einer Notaufnahme steht symbolisch für medizinische Versorgung, Pflege und die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems und aktueller Reformdebatten.
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Ein Krankenhausgebäude im Hintergrund einer Notaufnahme steht symbolisch für die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems.
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Ein Krankenhausgebäude im Hintergrund einer Notaufnahme steht symbolisch für die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems.

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Krankenhausgesellschaft: Vorerst weniger Kliniken bedroht

Krankenhausgesellschaft: Vorerst weniger Kliniken bedroht

Die finanzielle Lage der Krankenhäuser hat sich etwas verbessert. Laut dem Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Roland Engehausen, sind derzeit etwa zwei Drittel im Minus. Im Jahr davor waren es noch 80 Prozent der Kliniken.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Die Lage der Krankenhäuser in Bayern zeigt laut der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) eine vorsichtige Verbesserung: Der Geschäftsführer Roland Engehausen sieht eine Trendumkehr bei den Verlusten, warnt im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2 "Die Welt am Morgen") aber vor möglichen neuen Belastungen. "Die aktuelle Lage ist besser geworden. Es sind nicht mehr 80 Prozent der Krankenhäuser im Minus, sondern nur noch zwei von drei Krankenhäusern, also zwei Drittel".

Neue Belastungen für Krankenhäuser wahrscheinlich

Grund für diese Verbesserung sei unter anderem ein zuvor gewährter Rechnungszuschlag zur Abfederung der Inflationslücke nach dem Start der Bundesregierung vor einem Jahr gewesen, so Engehausen. "Aber dieser Zuschlag fällt weg. Und wir wissen ja auch alle, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung gespart werden soll", betont der BKG-Geschäftsführer.

Gleichzeitig verweist er auf die Debatte um Vorschläge der "Finanzkommission Gesundheit": "Die Vorschläge der Kommission könnten Belastungen in den Krankenhäusern von einer Milliarde bedeuten", so Engehausen. Er hält zwar eine volle Umsetzung für unwahrscheinlich, sieht jedoch das Risiko einer deutlich weiteren Verschlechterung der Finanzierung.

Engehausen: Sorge um stabile Grundversorung

Neben den Finanzen beschäftigt die Kliniken vor allem die Umsetzung der Krankenhausreform. Engehausen beschreibt, dass Krankenhäuser für die Fortführung von Leistungen neue Verfahren durchlaufen müssen, "weil eben Leistungen konzentriert werden sollen" und die Zuordnung über Leistungsgruppen sowie Prüfungen durch den Medizinischen Dienst erfolgen.

Beim Personal sieht er derzeit keine Spielräume: "Im Moment geht das nicht", so Engehausen – insbesondere wegen starrer kleinteiliger Personalvorgaben und fehlender Flexibilität zwischen Abteilungen.

Zugleich sei die Sorge um eine stabile Grundversorgung wieder präsent: "Wenn die Bundesregierung dort in die Umsetzung ginge, wäre eigentlich die Existenz für viele Krankenhäuser nicht mehr in den nächsten zwei, drei Jahren sicherzustellen", warnt er.

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