Symbolbild: Ein  Schild weist den Weg zum "Job-Center-Jugend" der Agentur für Arbeit.
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Symbolbild: Ein Schild weist den Weg zum "Job-Center-Jugend" der Agentur für Arbeit.
Bildrechte: picture alliance / photothek | Thomas Imo
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Mehr junge Menschen ohne Arbeit oder Ausbildung

Mehr junge Menschen ohne Arbeit oder Ausbildung

Kein Job, keine Ausbildung, kein Platz in Schule oder Uni: In Deutschland steigt laut Statistik der Anteil junger Menschen ohne Arbeits- oder Bildungsplatz. Was die Gründe dafür sind und wie wir im internationalen Vergleich da stehen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Etwa jeder zehnte junge Mensch im Alter zwischen 20 und 24 Jahren ist in Deutschland ohne Job, Bildungs- oder Ausbildungsplatz. Der Anteil ist mit 10,0 Prozent höher als in den Niederlanden (5,6 Prozent), Schweden oder Tschechien, aber liegt unter dem EU-Schnitt von 12,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt [externer Link] berichtet. Am höchsten ist die Quote in Rumänien mit fast einem Viertel (22,8 Prozent). 

Jugendliche ohne Beschäftigung: Risiken

Ein hoher Anteil von jungen Menschen, die weder in Bildung, Ausbildung noch im Job stecken, birgt zahlreiche gesellschaftliche Risiken wie Arbeitslosigkeit, geringe Teilhabe, steigende Kriminalität oder politische Frustration.

In Deutschland ist die sogenannte NEET-Quote (Not in Employment, Education or Training – Nicht in Ausbildung, Weiterbildung oder Beschäftigung) in den vergangenen Jahren gegen den europäischen Trend angestiegen. Noch im Jahr 2022 betrug sie 8,8 Prozent.

Großer Unterschied zwischen Stadt und Land

Junge Frauen sind aktuell mit anteilig 10,5 Prozent häufiger betroffen als junge Männer mit 9,6 Prozent. Anders als im europäischen Bild sind in Deutschland auf dem Land weniger junge Menschen aus dieser Gruppe anzutreffen (7,9 Prozent) als in den größeren Städten (10,6 Prozent). 

Auf der Suche nach den Gründen heißt es im nationalen Bildungsbericht aus dem Jahr 2024, dass etwa ein Viertel der Betroffenen auf Arbeitssuche sei. Sie gelten als Erwerbslose. Rund 10 Prozent standen kurz vor der Aufnahme eines Studiums, einer Ausbildung oder eines Jobs. Nahezu zwei Drittel standen dem Arbeitsmarkt aber nicht zur Verfügung. Sie nannten häufig Betreuungspflichten und gesundheitliche Probleme als Hinderungsgründe. Ein Teil von ihnen suchte zudem aus bildungsbezogenen Gründen keine Arbeit, möglicherweise weil sie auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz warteten.

Mit Informationen von dpa.

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