Archiv, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Fahrradhelm liegt bei einer Verkehrsunfallaufnahme auf dem Boden.
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Mehr Unfälle auf dem Weg zur Schule und in die Arbeit

Mehr Unfälle auf dem Weg zur Schule und in die Arbeit

Auf dem Weg ins Büro und in die Schule sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Unfälle passiert. Laut einer neue Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung setzt sich damit ein negativer Trend fort.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Im vergangenen Jahr sind Schülerinnen und Schülern auf dem Weg in die Schule in rund 90.000 Unfälle geraten. Das ist ein Plus von rund 3,8 Prozent. Im Jahr 2024 hatte es noch etwa 3.300 weniger gegeben [externer Link]. Ähnlich sieht es auch bei Beschäftigten aus: Dort nahmen die Wegeunfälle zwischen Arbeit und Wohnort ebenfalls zu – um ein Prozent auf mehr als 170.000 Unfälle. Das zeigt eine neue Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Einige Unfälle endeten tödlich

Bei den Wegeunfällen kamen laut DGUV in letzten Jahr 25 Schülerinnen und Schüler ums Leben. Im Vorjahr hatte es 15 tödliche Schulwegunfälle gegeben. Bei den Beschäftigten von Betrieben gab es 231 Tote aufgrund eines Wegeunfalls. Auch da waren es 2024 weniger, da starben 214 Menschen bei Wegeunfällen.

Gleichzeitig ist das Unfallrisiko bei der Arbeit laut Unfallversicherung im vergangenen Jahr weiter gesunken. Es gab knapp 690.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle – ein Minus von mehr als drei Prozent – 299 Versicherte verloren dabei ihr Leben, nach 307 im Vorjahr.

Derweil stieg die Zahl der Unfälle in den Schulen um zwei Prozent: Im Schulalltag kam es zu 1.032.500 Unfällen. Fünfmal endete so ein Unfall tödlich.

Bei den Wegeunfällen setzt sich ein negativer Trend fort

Bereits vergangenes Jahr berichteten die Unfallkassen von mehr Schulwegunfällen. In einer damals von ihnen veröffentlichten Umfrage sagte ein Drittel der befragten Eltern, ihr Kind habe in zwölf Monaten mindestens einmal eine gefährliche Situation auf dem Schulweg erlebt. Als Gefahrenstellen gelten fehlenden Radwege oder schwer einsehbare Kreuzungen.

In den Betrieben war die häufigste Unfallursache der Verlust der Kontrolle über ein Werkzeug, gefolgt von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen. Die häufigste Ursache für einen tödlichen Arbeitsunfall war der Kontrollverlust über ein Transportmittel, gefolgt von Absturzunfällen. 12.645 Versicherte erhielten 2025 erstmals eine Rente aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls.

Wo die Versicherungen im letzten Jahr eingesprungen sind

DGUV-Geschäftsführer Stephan Fasshauer nannte es eine "sehr gute Nachricht", dass das Risiko eines Unfalls bei der Arbeit wieder gesunken sei. Trotz gestiegener Kosten sei zudem der durchschnittliche Beitragssatz zur Berufsgenossenschaft von 1,09 auf 1,08 Euro je 100 Euro Lohnsumme gesunken. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen finanzieren sich durch die Beiträge der Unternehmen. Die Berufsgenossenschaften legten 2025 14,7 Milliarden Euro auf die versicherten Unternehmen um.

Versichert sind auch Teilnehmende an Rehabilitationsmaßnahmen, Feuerwehrleute, pflegende Angehörige und verschiedene ehrenamtlich Tätige. In dieser Gruppe gab es knapp 40.700 Arbeitsunfälle sowie mehr als 4.800 Wegeunfälle. 35 im Ehrenamt Versicherte verloren bei einem Unfall das Leben. 686 Versicherte erhielten erstmals eine Rente aufgrund eines Versicherungsfalls.

2025 erhielten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zudem 91.200 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit, Tendenz gleichbleibend. Hauptgründe: Anzeigen wegen Hautkrebs und Muskel-Skelett-Erkrankungen. In 24.340 Fällen wurde eine Berufskrankheit anerkannt, mehr als 9.800 Mal und damit am häufigsten wegen lärmbedingter Schwerhörigkeit.

Mit Informationen von dpa

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