Donnersberger Brücke auf dem Mittleren Ring in München
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Luftaufnahme von der Donnersberger Brücke in München
Bildrechte: picture alliance / SZ Photo | Florian Peljak
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Luftaufnahme von der Donnersberger Brücke in München

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München droht Stausommer wegen Tunnel- und Brückensanierung

München droht Stausommer wegen Tunnel- und Brückensanierung

Der Mittlere Ring in München ist eine Hauptverkehrsader der Stadt, bis zu 150.000 Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs. Berufspendlern steht ein Stausommer bevor, denn Donnersberger Brücke und der Luise-Kiesselbach-Tunnel müssen saniert werden.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Schön im täglichen Berufsverkehr ist der Mittlere Ring in München eine große Wundertüte, aus der meistens Stau hervorkommt. Bereits seit Mai kostet eine Baustelle zur Sanierung der Landshuter-Allee-Brücke über die Dachauer Straße Geduld, denn der Verkehr wird in diesem Bereich nur einspurig geführt. Im Juli werden die Nerven der Berufspendler zusätzlich auf die Probe gestellt: Denn es müssen die Donnersberger Brücke und der Luise-Kiesselbach-Tunnel saniert werden. Und auch im Süden von München sorgt eine Baustelle auf einer wichtigen Pendlerstrecke für erhebliche Einschränkungen.

Donnersberger Brücke: Seit 1972 in Betrieb

Die Donnersberger Brücke auf dem Mittleren Ring überquert im Westen der Stadt die Gleisanlagen, die zum Münchner Hauptbahnhof führen, sowie die Landsberger- und Arnulfstraße. Im Oktober 1969 begann der Bau – und endete rechtzeitig für die Olympischen Sommerspiele 1972. Inzwischen leidet das Bauwerk unter erheblichen Schäden durch Korrosion an Beton und Lagern, wie sie zum Beispiel durch Tausalze entstehen.

Außerdem setzt das Baureferat den westlichen Treppenturm und die zur S-Bahn-Station führende Fußgängerunterführung instand, weil dort Schäden im Beton vorhanden sind. Dabei werden zum Beispiel auch das Entwässerungssystem, der Bodenbelag der Treppen und die Handläufe erneuert.

Sperrung der Brücke jeweils halbseitig nötig

Zur Sanierung muss die Brücke mit hydraulischen Pressen angehoben werden, damit die Lagerung erneuert werden kann. Für die Arbeiten wird die Brücke jeweils halbseitig gesperrt, der Verkehr wird auf die Gegenfahrbahn geleitet. Die Maßnahme ist in zwei Hauptbauphasen aufgeteilt und nach westlichem und östlichem Brückenabschnitt geplant. Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das durch die neue Verkehrsführung mit reduzierter Kapazität bei ohnehin schon hoher Belastung des Streckenabschnitts deutlich erhöhte Staugefahr – denn Ausweichmöglichkeiten gibt es dort praktisch keine.

"Auf der westlichen Hälfte ist die Sperrung voraussichtlich zwischen Mitte und Ende Juli nötig", so ein Sprecher des Baureferates. "Anschließend wird voraussichtlich ab Ende Juli 2026 die östliche Brückenhälfte gesperrt." Während der Bauzeit gibt es eine provisorische Treppe, über die der Zugang zur S-Bahn jederzeit möglich bleibt. Der Busverkehr bleibt während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten.

Sperre Richtung Norden: Luise-Kiesselbach-Tunnel muss saniert werden

Den kompletten Juli bis zum 2. August führt das Baureferat die letzten Sanierungsarbeiten durch, die nach einem Feuer im Luise-Kiesselbach-Tunnel nötig wurden. Im April 2024 hatte dort ein Lastwagen gebrannt und in der Oströhre erhebliche Schäden verursacht – an der Tunneldecke und den technischen Anlagen, wie der Brandmeldeanlage und der Lüftung. Deshalb muss der Tunnel in Fahrtrichtung Nord im genannten Zeitraum gesperrt werden. Das betrifft in etwa den Abschnitt zwischen den Autobahnen A95 und A96.

Für die Umleitung wird die Tunneloberfläche, insbesondere die Garmischer Straße, beschildert. Außerdem sollen die Ampelschaltungen an das höhere Verkehrsaufkommen angepasst werden. Trotz dieser Maßnahmen ist vor allem in der Rushhour mit langen Staus zu rechnen. Das Baureferat empfiehlt, den Münchner Südwesten großräumig zu umfahren oder, soweit möglich, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen.

Ab Mitte Juli: Fahrbahnarbeiten auf der A995

Im Süden von München wird ab Mitte Juli bis Anfang Oktober die A995 saniert: Zwischen dem Autobahnkreuz München-Süd und dem Autobahnende in München-Giesing muss der Fahrbahnbelag erneuert werden. Das betrifft nicht nur Pendler, die zum Beispiel nach Taufkirchen oder Unterhaching müssen, sondern auch die Anbindung aus dem Münchner Süden nach Giesing und den Mittleren Ring.

Besonders eng wird es im Zeitraum zwischen 27. Juli und 6. September 2026, denn dann steht zwischen dem Autobahnkreuz München-Süd und Taufkirchen-West nur ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Außerdem sind in diesem Zeitraum die Anschlussstellen Taufkirchen-West, Oberhaching und Sauerlach zunächst für ca. 3 Wochen in Richtung Salzburg gesperrt – anschließend für ca. 3 Wochen in Richtung München. Die Autobahn GmbH empfiehlt deswegen, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten in dem Abschnitt zu verzichten. Aktuelle Verzögerungen und die genauen Sperrungen können während der Bauphase auf einer extra entwickelten Karte abgelesen werden (externer Link).

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