Ein Militärwagen steht in der Nähe des Grenzübergangs zwischen der spanischen Exklave Ceuta und Marokko (Aufnahme vom 14.8.2026)
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Ein Militärwagen steht in der Nähe des Grenzübergangs zwischen der spanischen Exklave Ceuta und Marokko (Aufnahme vom 14.8.2026)
Bildrechte: picture alliance/dpa | Sven Kaeuler
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Ein Militärwagen steht in der Nähe des Grenzübergangs zwischen der spanischen Exklave Ceuta und Marokko (Aufnahme vom 14.8.2026)

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Nach Aufrufen im Netz: Grenze zu Ceuta massiv gesichert

Nach Aufrufen im Netz: Grenze zu Ceuta massiv gesichert

Spanien hat seine Polizei- und Militärpräsenz in seiner nordafrikanischen Exklave Ceuta verstärkt. Zuvor waren in den sozialen Netzwerken Aufrufe zu einem erneuten Massenansturm auf Ceuta aufgetaucht.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Nach Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem erneuten Migrantenansturm auf Ceuta an diesem Wochenende haben Spanien und vor allem Marokko ihre Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zur spanischen Nordafrika-Exklave deutlich verstärkt. Am Grenzübergang in Ceuta war es jedoch am Samstagmorgen ruhig, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Gleiches meldeten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien aus der Exklave.

Die Behörden beider Länder wollen verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangten. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, die damalige Massenankunft sei ein "außergewöhnliches" Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werden.

Vor wenigen Tagen hatte das Innenministerium in Marokko mitgeteilt, man habe eine Gruppe von Menschen festgenommen, die im Verdacht stünden, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla am 15. August angestiftet zu haben. Man habe jedoch alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

Stacheldraht, Wasserwerfer und Patrouillenboote

Vor allem auf der marokkanischen Seite der Grenze wurden die Sicherheitsmaßnahmen in den vergangenen Tagen deutlich verschärft, wie RTVE berichtete. In der Grenzstadt Fnideq errichteten die Behörden demnach zusätzliche Sperren aus Stachel- und Nato-Draht.

Patrouillenboote überwachen laut RTVE die Küste, Wasserwerfer stehen an der Grenze bereit. Zudem gebe es zahlreiche Kontrollstellen auf den Zufahrtsstraßen. In Ceuta sind derweil 880 Beamte der spanischen Nationalpolizei im Einsatz, 270 mehr als noch Ende Juli. Sie werden von rund 2.000 Soldaten und 700 Beamten der Polizeieinheit Guardia Civil unterstützt.

Rückkehr zur Normalität braucht Zeit

Die Ereignisse vor rund zwei Wochen waren beispiellos. Vor allem am 30. Juli waren Zehntausende Migranten meist schwimmend nach Ceuta gelangt. Bei dem Versuch kamen viele Menschen ums Leben: Nach der jüngsten offiziellen Mitteilung Madrids wurden im Meer 83 Leichen geborgen, Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Todesopfer auf weit über 100.

Die meisten Ankömmlinge kehrten nach Angaben der spanischen Regierung innerhalb weniger Stunden oder Tage nach Marokko zurück. Nach Angaben von Minister Grande-Marlaska halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf. Es werde noch etwas Zeit dauern, bis man zur totalen Normalität zurückkehrt, räumte er ein.

Mit Informationen von dpa

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