Brandschäden im Tunnel Brentenberg auf der A10 Tauernautobahn
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Nach LKW-Brand: Tunnel auf der Tauernautobahn wird freigegeben

Nach LKW-Brand: Tunnel auf der Tauernautobahn wird freigegeben

Am Freitag hat auf der A10 Tauernautobahn in einem Tunnel ein Sattelschlepper gebrannt. Das stark beschädigte Bauwerk musste gesperrt werden, es bildeten sich lange Staus auf der Umfahrung. Nun will die Asfinag den Tunnel ab Samstag wieder freigeben.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Zweieinhalb Jahre hat die Sanierung der Tunnelkette Werfen auf der A10 Tauernautobahn gedauert und unzählige Urlauber Zeit und Nerven gekostet. Nur ein gutes halbes Jahr nach Ende der Arbeiten hat am 9. Januar im Tunnel Brentenberg zwischen Werfen und Pass Lueg in Fahrtrichtung Salzburg ein Sattelzug gebrannt und massive Schäden angerichtet. Die Sperrung des Abschnitts und die notwendige Umleitung sorgten zeitweise für kilometerlange Staus und stundenlange Wartezeiten.

Brandschäden begutachtet – Verkehrsfreigabe ab Samstag

Nun hat die Asfinag die Schäden abschließend begutachtet und will den Tunnel ab kommendem Samstag wieder freigeben. Fachleute des österreichischen Autobahnbetreibers Asfinag haben die Schäden begutachtet: Zunächst wurde die Tunnelwand von Brandspuren gereinigt und dann, teilweise mit Kernbohrungen, auf ihre Stabilität hin überprüft. Nach Angaben der Asfinag vom Mittwoch steht nun fest, dass das Tunnelgewölbe ausreichend stabil ist, und lediglich im Bereich der vorgelagerten Galerie eine Stützkonstruktion errichtet werden muss. Dies erlaube eine zweispurige Verkehrsführung. Die Fahrbahn selbst hat den Lkw-Brand ohne größere Schäden überstanden.

"Somit können wir laut Plan den Tunnel Richtung Salzburg schon am Samstagvormittag provisorisch wieder mit zwei Fahrstreifen freigeben", sagt ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl. So werde das Nadelöhr auf der A 10 rechtzeitig vor dem Einsetzen des starken Reiseverkehrs beseitigt, fügte er hinzu. Die Umfahrungsstrecke auf der B159 ist durch die Sperrung des Tunnels restlos überlastet und die umliegenden Gemeinden Bischofshofen, Pfarrwerfen und Werfen ächzen vor allem unter dem Schwerverkehr.

Weitere Reinigungs- und Befestigungsarbeiten in den nächsten Tagen

In den kommenden Tagen wird ein Netz unter die Tunneldecke gehängt, um ein Herunterfallen von Teilen auszuschließen. Außerdem werden weitere Reinigungsarbeiten durchgeführt, lose Betonteile entfernt und die zerstörte Elektrik ersetzt und getestet. Ob die Verkehrsfreigabe dann mit Tempolimit 60 oder 80 Kilometer pro Stunde erfolgt, muss noch geklärt werden.

Reparatur des Tunnels in der Nacht

Die provisorische Verkehrsfreigabe entlastet die Tauernroute zwar sehr, die auf etwa 100 Metern Länge entstandenen Brandschäden müssen aber natürlich trotzdem instandgesetzt werden: Dies erfolgt ab Februar größtenteils in den Nachtstunden im Rahmen von ohnehin geplanten Arbeiten im Freilandbereich der Tunnelkette. Aus heutiger Sicht, so die Asfinag, sollen die Arbeiten vor dem Sommerreiseverkehr abgeschlossen sein.

Bildrechte: FEUERWEHREN BEZIRK PONGAU/APA/dpa
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9. Januar 2026: Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen brennenden Lkw im Brentenbergtunnel auf der A10.

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