30.08.2026, Nepal, Dhading: Ein Baum steht im Wasser, nachdem der Fluss Trishuli bei Sturzfluten über die Ufer getreten ist. Foto: Niranjan Shrestha/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Sturzflut im Himalaya - Nepal
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Sturzflut im Himalaya - Nepal

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Nepal warnt vor weiterer Flut - noch 3.000 Menschen vermisst

Nepal warnt vor weiterer Flut - noch 3.000 Menschen vermisst

Vier Tage nach der Flutkatastrophe in Nepal besteht die Sorge einer weiteren Flut. Durch einen Erdrutsch hat sich ein neuer See gebildet. Rund 3.000 Menschen werden noch vermisst. Inzwischen gibt es Massenbestattungen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Im tibetischen Katastrophengebiet hat sich durch einen Erdrutsch offenbar ein neuer See gebildet. Es besteht die Befürchtung, das Wasser könnte die aufstauenden Massen aus Geröll und Schlamm durchbrechen und eine weitere Flut auslösen. Die Rettungsarbeiten flussabwärts am Grenzübergang Gyirong mussten unterbrochen werden, um die Rettungsteams in Sicherheit zu bringen, wie das staatliche chinesische Fernsehen berichtet.

Drohnen entdecken neuen See

Der Sender CCTV meldet, Überwachungsdrohnen hätten den Erdrutsch am Samstagabend an einem Berghang knapp drei Kilometer von dem entleerten Purepuqiang-Tsangpo-Stausee entfernt entdeckt. Fachleute sollen nun die Lage im Auftrag des Katastrophenschutz-Ministeriums einschätzen und analysieren.

Die Sturzflut hatte am Mittwoch im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Ortschaften zerstört. Experten aus China und den USA gehen davon aus, dass ein Gletscherabbruch an der Südflanke des Langtang Lirung in Nepal eine Lawine aus Eis und Gestein in Gang gesetzt hatte.

Mehr als 800 Menschen kamen bei der Flutkatastrophe laut Behördenangaben ums Leben. Angesichts der großen Zahl von Toten sind die Behörden dazu übergegangen, Leichen in provisorischen Gräbern zu bestatten. Polizeiinspektor Anil Thapa sagte im Bezirk Chitwan, von 50 Toten würden DNA-Proben genommen, bevor sie am Sonntag bestattet werden sollten. Viele Leichen hätten etwa vier Tage lang im Hochwasser gelegen und seien schon deutlich verwest gewesen, als sie geborgen wurden.

Bereits am Samstag seien etwa 100 Opfer vorläufig beigesetzt worden. Rund 2.500 Menschen werden noch immer vermisst. Unter den 261 auf chinesischer Seite vermissten Ausländern sind auch drei Deutsche. In Nepal versuchen Retter unter Hochdruck, mehr als hundert vermutlich in einem Tunnel eingeschlossene Bauarbeiter zu befreien.

EU-Katastrophenhilfe läuft an

Aus dem Auswärtigen Amt heißt es unterdessen, Nepal habe nun offiziell um Hilfe gebeten. Damit kann der sogenannte EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert werden. Das bedeutet, dass – aus Brüssel koordiniert - nun Maßnahmen zur Unterstützung für die Flutgebiete anlaufen können. Am Freitag hatte die EU zunächst finanzielle Soforthilfen in Höhe von zwei Millionen Euro angekündigt.

Das Auswärtige Amt prüft demnach außerdem weitere Möglichkeiten zur Unterstützung im Bereich humanitäre Hilfe und Wiederaufbau. Dabei arbeite man mit dem Entwicklungsministerium und der Deutschen Botschaft in Kathmandu zusammen.

Schon kurz nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und China waren Hilfsgelder über den Katastrophenfonds vom Roten Kreuz und Roten Halbmond freigegeben worden – Deutschland ist wichtiger Geldgeber. Weitere Unterstützung aus Deutschland, beziehungsweise Europa, hatte die nepalesische Regierung zunächst nicht angefordert.

Mit Informationen von AFP, dpa und AP

Im Video: Schwere Verwüstungen nach Sturzflut in Nepal (27.8.)

Schwere Verwüstungen nach Sturzflut in Nepal
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Schwere Verwüstungen nach Sturzflut in Nepal

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