Das Chi Phi Verbindungshaus an der Cornell-Universität
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Neue Ermittlungen nach Vergewaltigungsvorwürfen an Elite-Uni

Neue Ermittlungen nach Vergewaltigungsvorwürfen an Elite-Uni

Der Bezirksstaatsanwalt in New York rollt den Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell neu auf. Eine ehemalige Studentin hatte gegen sieben Mitglieder der Studentenverbindung Chi Phi und gegen die Uni selbst geklagt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Im Zusammenhang mit einer Klage wegen mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung an der Cornell University im US-Bundesstaat New York sind neue Details aus dem Vernehmungsprotokoll an die Öffentlichkeit gelangt. Demnach sagte die betroffene Studentin der Campuspolizei wenige Wochen nach dem mutmaßlichen sexuellen Übergriff, sie könne "zu 100 Prozent sicher sagen", dass sie vergewaltigt worden sei.

Das berichtete der Sender CBS New York unter Berufung auf das bislang nicht veröffentlichte Vernehmungsprotokoll. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen zunächst nicht weiterverfolgt, am Montag jedoch wieder aufgenommen. Der Fall löste in den sozialen Medien zahlreiche Reaktionen aus.

Staatsanwaltschaft kannte Vernehmungsprotokoll nicht

Die Studentin, bekannt unter dem Pseudonym Jane Doe, wirft sieben Studenten vor, sie im Oktober 2024 im Haus der Studentenverbindung Chi Phi sexuell missbraucht zu haben. Zuvor sei sie nach eigenen Angaben zum Konsum von Ketamin, Marihuana und Alkohol gedrängt worden und schließlich völlig handlungsunfähig gewesen. In dem Polizeiverhör soll sie gesagt haben: "Es war Nötigung."

Der Bezirksstaatsanwalt von Tompkins County, Matthew Van Houten, hatte erklärt, die ursprüngliche Aussage der Frau habe keine Hinweise darauf enthalten, dass sie unter Drogeneinfluss nicht mehr einwilligungsfähig gewesen oder zum Sex gezwungen worden sei. Gegenüber CBS sagte er nun, er habe das Vernehmungsprotokoll damals nicht gesehen, sondern sich auf eine von einem Polizisten verfasste und von der Frau unterzeichnete Zusammenfassung gestützt.

Studenten waren nur durch Uni bestraft worden

Die Cornell University kündigte eine unabhängige Untersuchung durch externe Anwälte an. Die Studentenverbindung war bereits 2024 suspendiert worden. Nach Angaben der Universität wurden einige Studenten diszipliniert oder von der Hochschule verwiesen.

Der Fall sorgt in den USA für Schlagzeilen und hitzige Diskussionen, in die sich auch Stars einmischen. Es handele sich um eine "schreckliche Tat", schrieb beispielsweise die Schauspielerin Florence Pugh bei Instagram. Sie forderte Männer auf, sich ebenfalls dazu zu äußern. "Seid doch bitte mit uns sauer."

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