Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen.
Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen.
Bild
Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Claudio Furlan
Schlagwörter
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Claudio Furlan
Videobeitrag

Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen.

Aktualisiert am
Videobeitrag
Erschien zuerst am
>

Olympia-Proteste in Mailand eskalieren: Krawalle und Festnahmen

Olympia-Proteste in Mailand eskalieren: Krawalle und Festnahmen

In Mailand ist es am Rande der Olympischen Spiele zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Bei einer Demo gegen zu hohe Kosten und die Anwesenheit der US-Einwanderungspolizei ICE hat sich eine kleine Gruppe abgespalten und die Polizei attackiert.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Mailand gehört zu den Austragungsorten der Olympischen Winterspiele in Italien. Seit Tagen gibt es dort aber auch Demonstrationen gegen das Sportevent - vor allem auch gegen die Anwesenheit von Einsatzkräften der US-Einwanderungspolizei ICE. Am Abend schlugen die Proteste zum Teil in Gewalt um. Die Polizei setzte schweres Gerät ein.

Zusammenstöße mit Sicherheitskräften nach zunächst friedlicher Demo

Mehr als 3.000 Menschen hatten sich am Samstag nach Polizeiangaben zu einem zunächst friedlichen Protestmarsch in Richtung des olympischen Dorfes versammelt. Andere Schätzungen sprechen von rund 5.000 Teilnehmern. Wie die Behörden in Italien mitteilten, soll sich nach einiger Zeit eine gewaltbereite Gruppe von etwa 100 Demonstranten vom Hauptzug abgespalten haben und auf die Sicherheitskräfte losgegangen sein.

Polizisten sollen mit Feuerwerkskörpern, Rauchbomben und Flaschen beworfen worden sein. Einige Teilnehmer warfen demnach auch Molotow-Cocktails. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein, um die teils vermummten Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Ordnung sei nach wenigen Minuten wiederhergestellt worden. Es gab sechs Festnahmen.

Regierungschefin Meloni spricht von "Feinden Italiens"

Die Einsatzkräfte waren in Alarmbereitschaft, nachdem es am vergangenen Wochenende schon einmal gewalttätige Proteste gegen die Schließung eines Kulturzentrums in Turin gab. Mehr als hundert Beamte waren bei der Kundgebung von Autonomen in der früheren Olympiastadt verletzt worden. Insgesamt werden rund um die Spiele mehr als 6.000 italienische Sicherheitskräfte eingesetzt.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte das Vorgehen der Demonstranten im Nachgang scharf. Beteiligte an den Ausschreitungen nannte sie in den sozialen Medien "Feinde Italiens und der Italiener". Sie sorgten dafür, dass die Bilder der Krawalle "im Fernsehen auf der halben Welt" gezeigt werden, schrieb die rechte Regierungschefin weiter und stellte einen Beitrag des US-Senders Fox dazu.

Proteste gegen die Olympischen Spiele

Ursprünglich hatte sich die Demonstration in Mailand unter anderem gegen die ökologischen Folgen der Olympischen Winterspiele gerichtet. Die Gegner bemängelten deren Auswirkungen auf das fragile Ökosystem der Bergwelt sowie den wasser- und energieintesiven Einsatz von Kunstschnee.

Demonstrierende hielten Transparente hoch, auf denen sie die Verwendung von Kunstschnee kritisierten oder das Fällen von Bäumen anprangerten. Auch die Wohnungsnot in der Finanz- und Modemetropole Mailand thematisierten die Teilnehmer der Kundgebung.

Scharfe Kritik auch an Präsenz von US-Einwanderungspolizei ICE

Daneben sorgte die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungspolizei ICE bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo für große Kritik unter den Teilnehmern. Bei dem Demonstrationszug waren - wie bei früheren Märschen - wieder Plakate wie "ICE out" oder "ICE=SS" zu sehen.

Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. In der US-Delegation sollen sich ICE-Beamte um den Schutz von Offiziellen wie US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio kümmern.

Im Audio: Olympia-Proteste in Mailand eskalieren: Krawalle und Festnahmen

Ein junger Demonstrant wirft bei den Ausschreitungen in Mailand einen Feuerwerkskörper in Richtung der Sicherheitskräfte.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Claudio Furlan
Audiobeitrag

In Mailand ist es einen Tag nach der Eröffnung der Olympischen Spiele zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Polizei gekommen.

Mit Informationen von dpa, AFP und Reuters

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!