Mehr als achttausend Menschen warten in Deutschland laut Deutscher Stiftung Organspende (DSO) auf ein lebensrettendes Spenderorgan – manche jahrelang, nicht selten vergeblich.
Darüber hat BR24 mit Christian Brandtner von der Deutschen Stiftung Organtransplantation und mit ARD-Korrespondentin Daniela Remus gesprochen. Das Video finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Besonders in Deutschland gibt es zu wenig Spender. Ein Grund dafür: die Entscheidungslösung. Die Gesetzeslage besagt, dass Organe nur nach einer ausdrücklichen Zustimmung in Form eines Organspendeausweises oder durch Zustimmen der Angehörigen entnommen werden dürfen.
Tag der Organspende soll aufklären
Am Samstag ist der jährliche Tag der Organspende. Er soll für die Bedeutung des Themas werben und gleichzeitig aufklären. Spenderorgane werden in Europa über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant vermittelt und verteilt. Zwar gibt es in Deutschland eine Zunahme an Organspendern, dennoch herrsche weiterhin ein Mangel an Spenderorganen, sagt die DSO.
Das Problem: Organspenden scheitern häufig an der fehlenden persönlichen Zustimmung. Müssen Angehörige nach einem Todesfall diese Entscheidung übernehmen, ohne den Willen des Verstorbenen zu kennen, sinkt die Zustimmungsrate dadurch drastisch. In Bayern stellten im vergangenen Jahr nur 143 Menschen ihre Organe nach ihrem Tod zur Verfügung.
Ein Gesetzesentwurf einer Gruppe von Abgeordneten (aus CDU, CSU, SPD, Grüne und Linke) spricht sich für eine Widerspruchslösung aus. Demnach wäre jede Person in Deutschland ein potenzieller Spender, sofern man nicht zu Lebzeiten bereits widersprochen hat.
mit Informationen von AFP
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