Polizei sucht zweites Hipp-Glas mit Rattengift in Österreich
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Polizei sucht zweites Hipp-Glas mit Rattengift in Österreich

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Polizei sucht zweites Hipp-Glas mit Rattengift in Österreich

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Der Babynahrungshersteller Hipp wird offenbar erpresst. In Österreich ist ein Babykost-Gläschen aufgetaucht, das mit Rattengift verseucht wurde. Nun sucht die Polizei nach einem zweiten manipulierten Hipp-Glas.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

In Österreich wird nach einem zweiten womöglich mit Rattengift verseuchten Glas Hipp-Babynahrung gesucht. Die Polizei im Burgenland südöstlich von Wien habe Erkenntnisse, dass dort ein weiteres Glas im Umlauf gebracht worden sein könnte, sagte der Polizeisprecher. Am Samstag war ein erstes Glas mit Rattengift entdeckt worden. Das Unternehmen ist vermutlich Opfer eines Erpressers.

"Es spricht viel dafür, dass es nur dieses zweite Glas gibt"

"Es spricht viel dafür, dass es nur dieses zweite Glas gibt", sagte Polizeisprecher Helmut Marban. Dies erschließe sich aus kriminaltaktischen Quellen weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Trotzdem seien auch weitere Manipulationen nicht auszuschließen.

Hipp hatte am Freitagabend sein gesamtes Sortiment an Babygläschen bei der Supermarktkette Spar zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch "Manipulation" ein "gefährlicher Stoff" in die "Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel 190 Gramm" eingebracht worden sei, erklärte das Unternehmen.

Deutschland laut Behörden nicht betroffen

Die Landespolizeidirektion Burgenland teilte dann am Samstagabend mit, dass ein sichergestelltes Gläschen positiv auf Rattengift getestet worden sei. "Dieses Gläschen war von einem Kunden gemeldet worden, ein Verzehr hat nicht stattgefunden", erklärte die Polizei. Es war in der Ortschaft Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) aufgetaucht.

Die Pressestelle des Hipp-Konzerns im oberbayerischen Pfaffenhofen teilte auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks mit, dass sich der Vorfall auf klar abgegrenzten Vertriebswegen ereignet habe. Die eigene Produktion sei nicht betroffen. Die Ermittlungen werden vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt koordiniert. Es steht im Austausch mit dem Hipp-Konzern. In Deutschland seien nach aktuellem Kenntnisstand keine Produkte und keine Vertriebswege betroffen, hieß es.

Hingegen wurden laut österreichischer Polizei auch in Tschechien und der Slowakei offenbar manipulierte Hipp-Gläschen sichergestellt. Einen Verdächtigen gab es den Angaben zufolge zunächst nicht. Die Polizei rief die Bevölkerung zu "erhöhter Aufmerksamkeit und rascher Meldung verdächtiger Wahrnehmungen" auf.

Wie man die manipulierten Hipp-Gläschen erkennt

Die manipulierten Hipp-Gläschen wurden den Angaben zufolge mit einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden gekennzeichnet. Hinzu komme ein geöffneter oder beschädigter Deckel und ein fehlender Sicherheitsverschluss, wodurch das Knack-Geräusch beim ersten Öffnen fehlt. Zeugen hätten auch von einem "ungewöhnlichen oder verdorbenen Geruch" berichtet.

Bei Auffälligkeiten sollten die Gläschen nicht geöffnet und keinesfalls einem Baby oder Kleinkind zum Verzehr gegeben werden. Die österreichische Gesundheitsagentur Ages appellierte an Eltern, bei auftretenden Blutungen, extremer Schwäche oder Blässe ihres Kindes "unbedingt" die Ärztin oder den Arzt aufzusuchen. 

Mit Informationen von dpa und AFP.

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