Symbolbild: Arverio-Zug in Nördlingen
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Probleme bei der Riesbahn: Protestbrief von Oberbürgermeistern

Probleme bei der Riesbahn: Protestbrief von Oberbürgermeistern

Zugausfälle, Störungen, Personalprobleme und erhebliche Verspätungen: Auf der Riesbahn gibt es immer wieder Probleme. Nun haben drei Oberbürgermeister einen Protestbrief an die Deutsche Bahn geschrieben und schnelle Besserungen gefordert.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Weil sich die Lage auf der Riesbahn trotz Zusagen nicht verbessert hat, haben mehrere schwäbische Oberbürgermeister einen Protestbrief an die Deutsche Bahn geschrieben. Unterschrieben haben den Brief die Oberbürgermeister von Nördlingen, David Wittner (parteilos), von Donauwörth, Jürgen Sorré (parteilos) und von Aalen, Frederick Brütting (SPD).

Zugausfälle, Störungen, Personalprobleme

Die Lage habe sich trotz früherer Zusagen nicht nachhaltig verbessert, hieß es. Man habe sich bereits Ende 2025 an die Bahn gewandt, um auf Zugausfälle, Störungen, Personalprobleme und erhebliche Verspätungen auf der Strecke Aalen–Nördlingen–Donauwörth hinzuweisen. Man habe seitens der Bahn im März 2026 die Zusicherung erhalten, die Situation sei stabilisiert, der Betrieb laufe zuverlässig und Probleme auf der Riesbahn würden mit hoher Priorität bearbeitet.

Massive Einschränkungen

Doch da die drei Oberbürgermeister keine nachhaltige Stabilisierung und Verbesserung sehen, machen sie nun ihrem Ärger erneut Luft: Trotz einzelner Maßnahmen wie einer Absichtserklärung zur Ertüchtigung der Achse Donauwörth–Stuttgart, der Wiederinbetriebnahme eines Bahnübergangs in Nördlingen und einem zusätzlichen Fahrzeug durch den Betreiber Arverio sei es in den vergangenen Monaten erneut zu massiven Einschränkungen gekommen: Bauarbeiten mit Ersatzverkehr, Sperrungen wegen hitzebedingter Gleisschäden, langanhaltender Busnotverkehr und zahlreiche Langsamfahrstellen.

Auswirkungen bis nach Augsburg

Derzeit könne kein Zug pünktlich durchfahren, Verspätungen und Zugausfälle greifen demnach bis ins Augsburger Netz über. "Die zunächst angekündigte Sperrdauer wurde mehrfach und teilweise sehr kurzfristig verlängert", heißt es in dem Schreiben. Dies erschwerte sowohl die Organisation des Ersatzverkehrs als auch die Reiseplanung der Fahrgäste. "Damit wiederholte sich ein Problem, auf das wir bereits im Dezember hingewiesen hatten: Neben den eigentlichen Störungen führen vor allem kurzfristige Änderungen und mangelnde Planbarkeit dazu, dass das Vertrauen in die Riesbahn weiter schwindet", schreiben Wittner, Sorré und Brütting in ihrem Brief. Besonders besorgniserregend sei die derzeitige Situation: Zwischen Donauwörth und Aalen bestehen demnach weiter mehrere Langsamfahrstellen.

Oberbürgermeister fordern schnelle Maßnahmen

Die Oberbürgermeister kritisieren, dass die Gleisschäden nach derzeitiger Planung erst Mitte November behoben werden sollen. Vor dem Hintergrund hoher staatlicher Investitionen in die Schieneninfrastruktur stellen die Oberbürgermeister die tatsächliche Priorisierung und den Zustand der Strecke in Frage. Man erwarte, "dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die aktuellen Einschränkungen so schnell wie möglich zu beseitigen und zugleich die strukturelle Ertüchtigung der Riesbahn konsequent voranzutreiben." Der BR hat die Deutsche Bahn um eine Reaktion auf den Brief gebeten, die Anfrage läuft.

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