Wahlsieger Peter Magyar schwenkt die Ungarische Flagge während der Wahlparty seiner Tisza-Partei in Budapest.
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Wahlsieger Peter Magyar schwenkt die Ungarische Flagge während der Wahlparty seiner Tisza-Partei in Budapest.
Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Attila Husejnow
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Regierungswechsel in Ungarn: Budapest feiert Wahlsieger Magyar

Regierungswechsel in Ungarn: Budapest feiert Wahlsieger Magyar

Ungarn steht vor einem Regierungswechsel: Nach 16 Jahren ist der bisherige Ministerpräsident Orban abgewählt worden. Herausforderer Magyar hat die Zweidrittelmehrheit im Parlament geholt. Bald dürfte das Land einen neuen Kurs einschlagen.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Auch die größten Fans der Tisza-Partei trauten erst im Laufe des Abends so richtig ihren Augen, als die Zwischenstände bei der Ungarn-Wahl immer mehr für einen Sieg ihrer Partei sprachen. Am Sonntag um kurz nach 21 Uhr zeigten die Bildschirme bei der Wahlparty am Donauufer das erste Mal an: die Tisza und ihr Spitzenkandidat Péter Magyar erreichen die Zweidrittelmehrheit im Parlament.

Tisza-Partei gewinnt mit entscheidender Zweidrittelmehrheit

Einer der Feiernden war der gebürtige Ungar Atilla, der mittlerweile in Österreich lebt. Er war für den Wahlsonntag nach Budapest gereist, um dort seine Stimme abzugeben. Außerdem wollte er die Tisza-Wahlparty von Spitzenkandidat Péter Magyar – dem Herausforderer von Ministerpräsident Viktor Orban – ganz nah an der Bühne verfolgen. Denn Magyar beeindrucke ihn durch seinen Charakter und seine Ausdauer. "Er hat in den letzten zwei Jahren eine Tour gemacht und sechs Dörfer oder Städte pro Tag besucht", berichtet Attila.

Bis dann das Ergebnis sich abzeichnete war die Zweidrittelmehrheit von Tisza im Parlament für Atilla Wunschdenken. Aber diese Mehrheit ist entscheidend. Mit ihr kann Magyar erst politisch gestalten. Denn Viktor Orban hat selbst in den letzten Jahren eine Zweidrittelmehrheit im Parlament genutzt, um das politische System auf sich auszurichten – zum Beispiel durch den Haushaltsausschuss. Dort sitzen Fidesz-loyale Personen, die die Haushaltsvorschläge von Tisza blockieren könnten. Erst mit einer Zweidrittelmehrheit könnte die Tisza selbst die Verfassung ändern und solche Blockaden aufheben.

Lange Gesichter bei Orban-Anhängern

Während die Menschen bei Tisza am Donauufer jubelten, war die Stimmung bei der Fidesz-Veranstaltung genau das Gegenteil. Es waren nur wenige Anhänger erschienen, und auch die Politiker zeigten sich kaum. Die Anspannung war spürbar und niemand wirkte selbstbewusst. Eine Frau erzählt, wie traurig sie sei. Ein anderer Besucher sprach davon, dass er sich wie gelähmt fühle. Schon früh am Abend erkannte Viktor Orban seine Niederlage an. Er sagte: "Ich habe der siegreichen Partei gratuliert. Ich danke euch allen für die enorme Arbeit. Auch aus der Opposition heraus werden wir unserem Land und dem ungarischen Volk dienen."

Wahlsieger Magyar: Korruption beseitigen

Am Ende holt sich die Tisza-Partei 138 von 199 Parlamentssitze. Orbans Fidesz kommt auf 55 Sitze und die rechtsextreme Partei "Unsere Heimat" auf sechs. Der Wahlsieger Péter Magyar betrat die Bühne zu Frank Sinatras "My Way" – hinter ihm auf der anderen Seite des Flusses leuchtete das Parlament Ungarns. In seiner Siegesrede kündigte Magyar an: "Die Zeit in unserem Land ist vorbei, wo diejenigen, die uns bestohlen haben, einfach so davonkommen. Wir nehmen sie in Verantwortung.“

Diese Drohung hatte Magyar schon häufig im Wahlkampf gebracht. Er wolle die Korruption seines Vorgängers beseitigen. Welche Verfahren auf Orban und seine Regierung zukommen, werden die nächsten Wochen zeigen.

Im Video: Ungarn feiert den Wahlsieg von Péter Magyar

Péter Magyar schwenkt eine Ungarn-Flagge auf seiner Wahlparty in Budapest.
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2026
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Die Ungarn haben nach 16 Jahren Viktor Orban abgewählt und dem Konkurrenten Péter Magyar eine überwältigende Mehrheit verschafft.

BR24 auf TikTok: Maygar gewinnt die Parlamentswahl in Ungarn

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