Berlin erhält von Verbündeten Lob für die Aussage, dass Russland für den Leipziger Drohnenangriff verantwortlich ist.
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Berlin erhält von Verbündeten Lob für die Aussage, dass Russland für den Leipziger Drohnenangriff verantwortlich ist.
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Russland war es: Neue Erkenntnisse und Lob für Berlins Reaktion

Russland war es: Neue Erkenntnisse und Lob für Berlins Reaktion

Berlin erhält von Verbündeten Lob für die Aussage, dass Russland für den Leipziger Drohnenangriff verantwortlich ist. Dass die Bundesregierung diesen Schritt macht, überrascht Berlins Partner.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die ersten Sätze des Kommentars des "Wall Street Journal", das in außenpolitischen Fragen eher dem Trump-kritischen Lager zuzuordnen ist, spiegeln den eigentlichen Nachrichtenwert der gestrigen Erklärung der Bundesregierung für Deutschlands Partner wider, wonach Russland für den Drohnenangriff vom 4. August auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich sei: Die Beteiligung des Kremls komme nicht wirklich überraschend. "Neu ist jedoch, dass die Deutschen nun endlich Wladimir Putins rücksichtsloses Eskalationsverhalten gegenüber der NATO anprangern."

Putin verhalte sich so, als glaube er, mit eklatanten Provokationen ungestraft davonkommen zu können. Europa habe viel zu lange nicht das Risiko eingehen wollen, "die Bedrohung offen anzusprechen". Deshalb, so die einflussreiche US-Zeitung, "sind die unverblümten Äußerungen Deutschlands in dieser Woche umso willkommener". Lange Zeit stand die Bundesregierung bei ihren Partnern in EU und NATO in dem Ruf, zurückhaltend auf Putins Schattenkrieg in Europa zu reagieren. Doch die Haltung gehört seit dem Drohnenangriff von Leipzig der Vergangenheit an. Es handelt sich um das Ende der diplomatischen Zurückhaltung der Bundesregierung gegenüber Putins Schattenkrieg gegen Deutschland.

Neue Erkenntnisse: zwei Tatverdächtige

Einen Tag nach den Erklärungen der Bundesminister Dobrindt und Wadephul vor der Berliner Presse berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eigene Erkenntnisse, dass sich die deutschen Fahnder sicher seien, zwei Tatverdächtige des missglückten Drohnenangriffs auf den Leipziger Flughafen identifiziert zu haben (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt). Dabei solle es sich um einen gebürtigen Russen mit lettischem EU-Pass handeln, der "über Verbindungen zum russischen Geheimdienst" verfüge. Dieser Mann habe als Logistiker und Instrukteur des Anschlags operiert. Er sei offenbar Ende Juli über den Berliner Flughafen BER in die Bundesrepublik eingereist, sei mit einem Mietwagen nach Leipzig gefahren und hätte am 2. August – zwei Tage vor dem Anschlag – wiederum über den Berliner Flughafen das Land verlassen.

Der zweite Tatverdächtige, der seine DNA-Spuren unter anderem an einer der Drohnen hinterlassen habe, sei ein Mann aus Belarus, dessen Machthaber Lukaschenko als williger Gefolgsmann des russischen Präsidenten gilt. Dieser zweite Mann habe neben seinem belarussischen auch einen russischen Pass besessen und sei mit einem Touristenvisum nach Deutschland eingereist, ausgestellt von der italienischen Vertretung in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Die reflexartigen Reaktionen der russischen Führung, Deutschlands Regierung habe, ohne Beweise vorzulegen, unhaltbare Vorwürfe an die Adresse Moskaus gerichtet und damit einen "schweren Fehler" gemacht, entsprechen dem üblichen Kommunikationsverhalten Moskaus in vergleichbaren Fällen.

Waren das die Gründe für die klaren Worte der Bundesregierung?

Bundesinnenminister Dobrindt hatte bei seinen kurzen Ausführungen am Dienstagnachmittag unter anderem darauf hingewiesen, dass es sich bei den Ermittlungen um hochsensible Sicherheitsinformationen handele, die ein Höchstmaß an Informationsschutz verlangen würden. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" gestern Abend meldete, seien im Kreis des neuen nationalen Sicherheitsrats, der nahezu täglich seit dem Anschlag getagt hätte, die Handlungsoptionen der Bundesregierung abgewogen worden. Es liegt die Annahme deshalb nicht fern, dass die Minister Dobrindt und Wadephul zum Zeitpunkt ihres gemeinsamen Statements in Berlin Kenntnis von den jüngsten Ermittlungserkenntnissen hatten, es aber – Stichwort "Informationsschutz" – nicht für geboten hielten, diese bisherigen Erkenntnisse bekannt zu geben.

Flughafen Leipzig
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Die Drohnen-Attacke in Leipzig zieht immer größere Kreise. Heute reagierten auch NATO und EU auf die Ereignisse

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