Die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin.
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Die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin. Eine Deutsch-Ukrainerin soll in Berlin für Moskau spioniert haben.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
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Die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin. Eine Deutsch-Ukrainerin soll in Berlin für Moskau spioniert haben.

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Spionage: Russisches Botschaftsmitglied wird ausgewiesen

Spionage: Russisches Botschaftsmitglied wird ausgewiesen

Das Auswärtige Amt hat nach der Festnahme einer mutmaßlichen Spionin diplomatische Schritte eingeleitet und ein Mitglied der russischen Botschaft zur "Persona non grata" erklärt. Es soll es sich um den stellvertretenden Militärattaché handeln.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Deutschland weist im Zusammenhang mit der Festnahme einer mutmaßlichen Spionin für Russland ein Mitglied der russischen Botschaft in Berlin aus. Das teilte Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande eines Besuches in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit. Das Auswärtige Amt habe den russischen Botschafter einbestellt und die betreffende Person an der russischen Botschaft mit sofortiger Wirkung zur "Persona non grata" (deutsch: unerwünschte Person) erklärt.

Führungsoffizier der mutmaßlichen Spionin

Nach Informationen des "Spiegel" (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt) handelt es sich bei dem Ausgewiesenen um den Führungsoffizier der mutmaßlichen Spionin, den stellvertretenden Militärattaché der Botschaft. Die am Mittwoch gefasste Frau soll ihre gesammelten Informationen zum Ukraine-Krieg an ihren Kontaktmann in der russischen Botschaft weitergegeben haben.

Die mutmaßliche Spionin sitzt in Berlin in Untersuchungshaft. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, setzte ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs den Haftbefehl gegen die Deutsch-Ukrainerin in Vollzug. Die Karlsruher Behörde wirft ihr vor, den russischen Geheimdienst mit Informationen versorgt zu haben.

Außenminister Wadephul: "Feindseliger Akt"

Wadephul sagte, man habe gegenüber dem russischen Botschafter "klargemacht, dass das ein feindseliger Akt ist und dass geheimdienstliche Tätigkeiten in unserem Land völlig inakzeptabel sind – insbesondere unter dem Deckmantel der Diplomatie".

"Wir beobachten sehr genau, was Russland macht und wir gehen dagegen vor. Russlands aggressives Handeln hat Konsequenzen." Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister

Kontakte ins Verteidigungsministerium

Die Frau soll spätestens seit November 2023 geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft in Berlin unterhalten haben. Sie soll sich unter anderem zu Standorten der Rüstungsindustrie und geplanten Drohnenlieferungen an die Ukraine erkundigt haben. Dabei habe sie sich auch an ehemalige Mitarbeiter aus dem Bereich des Verteidigungsministeriums gewandt, die sie persönlich kannte. Zwei frühere Mitarbeiter der Bundeswehr stehen im Verdacht, ihr dienstliche Informationen gegeben zu haben.

Mit Informationen von AFP, dpa, Reuters

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