Steuerungsanlage einer Gasheizung in einem Mehrfamilienhaus.
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Eine Fraunhofer-Studie warnt: Das Gasnetz dürfte bis 2045 stillgelegt werden.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
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Eine Fraunhofer-Studie warnt: Das Gasnetz dürfte bis 2045 stillgelegt werden.

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Studie: Gasnetz hat keine Zukunft – drohende Fehlinvestitionen

Studie: Gasnetz hat keine Zukunft – drohende Fehlinvestitionen

Neue Gasheizungen sollen laut Bundesregierung wieder erlaubt werden. Doch eine Fraunhofer-Studie warnt: Das Gasnetz dürfte bis 2045 stillgelegt werden. Biogas sei keine tragfähige Lösung – neue Gasheizungen könnten zur teuren Fehlinvestition werden.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Die Bundesregierung will den Einbau neuer Gasheizungen wieder erlauben und für den Klimaschutz stattdessen mehr grüne Gase nutzen. Einer am Montag veröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts zufolge hat das Gasversorgungsnetz in Deutschland dennoch keine Zukunft. Die Energieversorger dürften "unter realistischen Bedingungen spätestens 2045 keine wettbewerbsfähigen Gaspreise mehr anbieten können", erklärten die Experten. Die Gasnetze werden deshalb "aller Wahrscheinlichkeit nach" bis dahin stillgelegt.

Bundesregierung will Heizungsgesetz der Ampel zurückdrehen

"Der Umstieg auf Biogas funktioniert nicht, weil ein Großteil der Haushalte zu Wärmepumpen oder Wärmenetzen wechselt", führen die Studienautoren aus. "Denn wenn Gasnetzbetreiber nicht mehr genug Kund:innen haben, können sie ihre Netze nicht wirtschaftlich weiterbetreiben. Dadurch steigt der Gaspreis für die verbleibenden Haushalte."

Die Bundesregierung will das sogenannte Heizungsgesetz aus der Zeit der Ampel-Regierung weitgehend zurückdrehen. Der Weiterbetrieb und Neueinbau von Öl- und Gasheizungen soll langfristig möglich bleiben. Als Ausgleich sollen neu eingebaute Gas- und Ölheizungen ab 2029 zu steigenden Anteilen mit Biogas oder Bioöl betrieben werden. Um Heizungen im Bestand klimafreundlicher zu betreiben, sollen die Brennstoffhändler zunehmend biogene Stoffe beimischen.

Fraunhofer-Institut: Bei neuen Gasheizungen droht Fehlinvestition

Die Verfügbar- und Bezahlbarkeit von alternativen Brennstoffen ist jedoch höchst ungewiss. Zugleich haben Gasheizungen in der Regel eine Lebensdauer von ungefähr 25 Jahren. "Somit droht auch unter dem neuen Heizungsgesetz jede neu eingebaute Gasheizung zur Fehlinvestition zu werden", warnt das Fraunhofer-Institut. "Wer sich heute in der Hoffnung auf eine Versorgung mit Biogas noch eine Gasheizung einbaut, wird auf einer teuren Investitionsruine sitzen bleiben."

Das sagen Fachleute

Schon im Februar hatten sich Fachleute im BR-Gespräch zu den Plänen der Bundesregierung geäußert: Heizungsbauer Albert Kohl sah die Wärmepumpe trotz der geplanten Reform des Heizungsgesetzes weiter als Standard für Neubauten und sanierte Gebäude, für unsanierte Altbauten hielt er vorübergehend auch Gas- oder Ölheizungen für sinnvoll. Während der Fachverband der Heizungsbauer vor weiterer Verunsicherung durch die unklare Förderpolitik warnte, zeigte sich Kohl gelassen und sah keinen Grund zur Panik.

Mit Informationen von AFP.

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