Die Konferenz in Berlin besteht aus einem Außenministertreffen, einer humanitären Konferenz mit Finanzierungszusagen und einer Zusammenkunft ziviler Akteure, um einen Friedensfahrplan auszuhandeln.
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Die Konferenz in Berlin besteht aus einem Außenministertreffen, einer humanitären Konferenz mit Finanzierungszusagen und einer Zusammenkunft ziviler Akteure, um einen Friedensfahrplan auszuhandeln.
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Internationale Sudan-Konferenz
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Sudan-Konferenz: Milliardenhilfen und politische Ohnmacht

Sudan-Konferenz: Milliardenhilfen und politische Ohnmacht

Drei Jahre Krieg im Sudan – und die größte humanitäre Krise der Welt droht, in Vergessenheit zu geraten. In Berlin werden Milliardenhilfen mobilisiert, doch zugleich zeigt sich, wie begrenzt der politische Einfluss auf das Kriegsgeschehen ist.

Über dieses Thema berichtet: BR24live am .

"Wir dürfen die Menschen im Sudan nicht vergessen." Mit diesen Worten bringt Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) die Dramatik eines Konflikts auf den Punkt, der seit drei Jahren zu den brutalsten weltweit zählt – und dennoch aus dem Fokus der internationalen Öffentlichkeit verschwindet. Die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart hat sich dort entwickelt, Millionen Menschen leiden Hunger.

Zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginns sollte genau das verhindert werden: das Vergessen. "Der Krieg geht die Welt an", so Außenminister Johann Wadephul (CDU). In Berlin kamen für die Sudan-Konferenz Vertreter aus mehr als 60 Ländern zusammen, ebenso aus der Europäischen Union, der Afrikanischen Union und internationalen Organisationen. Ziel der Konferenz: Aufmerksamkeit schaffen – und konkrete Hilfe mobilisieren. "Um das grundsätzliche Ziel überhaupt: um Menschlichkeit", so Wadephul.

Im Video: Krieg im Sudan tobt

Krieg im Sudan tobt
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Krieg im Sudan tobt

1,3 Milliarden Euro Hilfe für den Sudan

Der CDU-Politiker formulierte im Vorfeld ein klares Ziel: Mehr als eine Milliarde Euro sollten an Hilfe zusammenkommen. Insgesamt wurden 1,3 Milliarden Euro zugesagt. Deutschland selbst will die humanitäre Hilfe für den Sudan um 212 Millionen Euro für schnelle Unterstützung aufstocken. In die bisherige Entwicklungshilfe fließen zusätzlich rund 20 Millionen Euro, etwa für langfristige Projekte.

Die Summen sind bemerkenswert – gerade vor dem Hintergrund knapper Haushalte und global sinkender Hilfsbudgets. Die USA haben sich aus fast allen Projekten der Entwicklungshilfe zurückgezogen. Auch Deutschland hat seine Mittel für humanitäre Hilfe seit 2025 halbiert. Das international vereinbarte Ziel, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen, hat die Bundesrepublik vergangenes Jahr verfehlt. Es wurden nur 0,56 Prozent ausgegeben. Das hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit mitgeteilt.

BR24 Thema des Tages: Schriftsteller Kermani warnt vor Gleichbehandlung von Kriegsparteien im Sudan

Vor der internationalen Sudan-Geberkonferenz in Berlin hat der Schriftsteller Navid Kermani vor einer Gleichbehandlung der Konfliktparteien gewarnt.
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Schriftsteller Kermani warnt vor Gleichbehandlung von Kriegsparteien im Sudan

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