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Trump bestätigt Angriff in Venezuela – Maduro gefangen genommen

Trump bestätigt Angriff in Venezuela – Maduro gefangen genommen

Die USA haben Venezuela angegriffen und Staatschef Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. In New York soll ihm der Prozess gemacht werden. Venezuela will sich mit einem "massiven Einsatz" aller militärischen Mittel wehren.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass die USA einen großen Angriff auf Venezuela vollzogen haben. Dabei sei der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen und zusammen mit seiner Frau per Flugzeug aus dem Land gebracht worden. Der US-Präsident sprach von einem erfolgreichen "großangelegten Schlag gegen Venezuela". In einem Telefonat mit der "New York Times" erklärte er, dass "viel gute Planung und viele großartige Soldaten und großartige Leute" den Einsatz erfolgreich durchgeführt hätten. Trump habe das Vorgehen als "brillante Operation" bezeichnet, schrieb das Blatt.

US-Vize-Außenminister Christopher Landau schrieb auf der Onlineplattform X, Nicolás Maduro werde für seine "Verbrechen" zur Rechenschaft gezogen. "Der Tyrann ist gestürzt".

Bondi: Maduro in New York angeklagt

US-Justizministerin Pam Bondi kündigte einen Prozess gegen Maduro und seine Frau an. Beide bekämen "bald den vollen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden vor amerikanischen Gerichten zu spüren", teilte Bondi in den sozialen Medien mit und verwies auf eine Anklage in New York. Ihnen würden Verbrechen in Zusammenhang mit Drogenhandel vorgeworfen.

Der republikanische Senator Mike Lee erklärte bei X, US-Außenminister Marco Rubio habe ihn in einem Telefonat über das Ende des US-Einsatzes informiert. Rubio gehe demnach von keinen weiteren US-Angriffen auf Venezuela aus. Nach Angaben eines US-Vertreters wurde Maduro von amerikanischen Elitesoldaten festgenommen. Wie der Sender CBS News berichtet, handelte es sich um Mitglieder der Delta Force, einer Spezialeinheit der US-Armee.

Venezolanische Regierung weiß nicht, wo Maduro ist

Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez teilte mit, die Regierung wisse derzeit nicht, wo sich Maduro und seine Frau aufhielten. In einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft forderte sie "einen sofortigen Beweis", dass die beiden noch am Leben seien. Bei dem US-Angriff seien Soldaten und Zivilisten getötet worden, erklärte Rodríguez. "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat". Außenminister Yvan Gil schrieb im Onlinedienst Telegram, "im Angesicht der kriminellen Aggression durch die US-Regierung auf unser Heimatland haben wir eine dringliche Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt". Aufgabe des Gremiums sei es, "das Völkerrecht aufrecht zu erhalten".

Venezuela kündigt Einsatz militärischer Mittel an

Der venezolanische Verteidigungsminister warf der US-Armee vor, bei ihrem Einsatz sogar Wohngebiete angegriffen zu haben. Derzeit würden Informationen über "Verletzte und Tote" zusammengetragen.

Als Reaktion kündigte Venezuela einen "massiven" Einsatz all seiner militärischen Mittel an. Es werde einen "massiven Einsatz aller Land-, Luft-, Marine-, Fluss- und ballistischen Mittel geben", so der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino in einer Rede, die in Online-Netzwerken verbreitet wurde. "Die Truppen der Invasoren (...) haben unseren Boden entweiht", so Padrino weiter. "Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen, vereint bilden Soldaten und das Volk eine unzerstörbare Mauer des Widerstands."

Innenminister Diosdado Cabello gab sich im Staatsfernsehen, mit Militärhelm und taktischer Weste, umgeben von Bewaffneten, kämpferisch. "Das Land ist ganz ruhig. Was sie mit ihren Bomben und Raketen erreichen wollten, ist ihnen nur teilweise gelungen. Sie haben erwartet, dass das Volk feige die Flucht ergreift. Das ist nicht geschehen. Die Zeit der Feiglinge ist vorbei."

Bundesregierung verfolgt Entwicklung "mit größter Sorge"

Im Auswärtigen Amt ist nach dem US-Angriff auf Venezuela der Krisenstab der Bundesregierung zu Beratungen zusammengekommen. Dort sieht man die Entwicklung "mit größter Sorge", heißt es. "Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam". Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit noch in Teilen unübersichtlich.

Nach einem Telefonat mit US-Außenminister Rubio erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, man rufe zur Zurückhaltung auf. "Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die ‍Legitimität ‌fehlt, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen", schreibt sie bei X. "Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden". Für die EU hat laut Kallas die Sicherheit der EU-Bürger in Venezuela oberste Priorität.

Russland verurteilt "bewaffnete Aggression"

Russland hat den US-Angriff auf Venezuela als "bewaffnete Aggression" verurteilt. Wie es aus Moskau heißt, sind die "Vorwände, die zur Rechtfertigung solcher Aktionen angeführt werden, unhaltbar". Statt pragmatischer Handlungen habe eine "ideologisierte Abneigung" gegen die Führung in Venezuela Oberhand gewonnen. Das russische Außenministerium erklärte weiter, es sei nun wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und den Dialog zu suchen. Russland sei zur Unterstützung bereit. Erst im Dezember hatte Kremlchef Wladimir Putin dem venezolanischen Staatschef Maduro angesichts wachsender Spannungen mit den USA seine Unterstützung zugesichert.

Mit Informationen von Reuters, dpa und AFP

ARCHIV - 14.10.2025, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump beantwortet Fragen von Reportern während eines Treffens mit dem argentinischen Präsidenten Milei im Kabinettssaal des Weißen Hauses. (zu dpa: «USA greifen offensichtlich Ziele in Venezuela an») Foto: Alex Brandon/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Alex Brandon
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Konflikt zwischen USA und Venezuela

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