Friedensnobelpreis geht an María Corina Machado aus Venezuela
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Friedensnobelpreis geht an María Corina Machado aus Venezuela
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Trump, Maduro, Machado - Was wollen die USA von Venezuela?

Trump, Maduro, Machado - Was wollen die USA von Venezuela?

Die Gegnerin des venezolanischen Präsidenten, María Corina Machado, erhält den Friedensnobelpreis. Dann reist sie, wohl mithilfe der USA, aus. Fast zeitgleich stürmen die USA vor der Küste Venezuelas einen Tanker. Was will Trump von Venezuela?

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Nachdem das US-Militär vor der Küste Venezuelas einen Öltanker beschlagnahmt hat, sprechen US-Vertreter davon, dass das Schiff zu einem illegalen Netzwerk gehört habe. Angeblich habe der Tanker für ausländische Terrororganisationen Öl verschifft. Er sei für den Transport von sanktioniertem Öl aus Venezuela und dem Iran genutzt worden, schrieb Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X (externer Link). Die venezolanische Regierung kritisiert die Aktion. Der Tanker sei unter der Flagge von Guyana Richtung Kuba gefahren.

Dies sei "ein dreister Raubüberfall und ein Akt internationaler Piraterie", hieß es aus dem Außenministerium in Caracas.

Was wollen die USA und Trump denn jetzt nun von Venezuela? Das klärte BR24. Mit dabei waren Marie-Kristin Boese aus dem ARD-Studio Mexico und der Politikexperte Prof. Dr. Günther Maihold.

Die Sendung zum Nachsehen finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Krise in Venezuela

Zwischen Venezuela und den USA kriselt es lange, in Venezuela selbst auch. Präsident ist Nicolás Maduro von der Vereinigten Sozialistischen Partei.

Mitglieder der Bolivarischen Nationalgarde (GNB) Venezuelas haben laut einer UN-Kommission seit mehr als einem Jahrzehnt schwere Menschenrechtsverletzungen verübt. Die Nationalgardisten des Maduro-Regimes seien auch für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich, erklärte die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission zu Venezuela in einem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht.

Die dokumentierten Fakten zeigten die Rolle der GNB bei einer systematischen und koordinierten Unterdrückung von Oppositionellen oder Verdächtigen, sagte Marta Valiñas, Vorsitzende der Untersuchungsmission.

Gegnerin ist Friedensnobelpreisträgerin

Das norwegische Nobelkomitee hatte der früheren Präsidentschaftskandidatin Machado im Oktober den Friedensnobelpreis 2025 wegen ihres Einsatzes "für einen gerechten und friedlichen Übergang von der Diktatur zur Demokratie" zuerkannt.

Machado war seit einer vorübergehenden Festnahme Anfang Januar nicht mehr öffentlich aufgetreten und kam auf unbekanntem Weg nach Norwegen - wenige Stunden nachdem ihre Tochter Ana Corina Sosa am Donnerstag den Friedensnobelpreis in ihrem Namen entgegengenommen hatte. Angeblich sei Machado mithilfe der USA nach Oslo gekommen. Sie selbst äußerte sich nicht zu den Einzelheiten Ihrer Flucht.

Die Flugdaten zeigen, dass das Flugzeug, mit dem Machado nach Norwegen kam, von Bangor im US-Ostküstenstaat Maine nach Oslo geflogen ist. Ihre Tochter Sosa sagte, Machado werde sehr bald nach Venezuela zurückkehren.

Mit Material aus den Agenturen (dpa, EPD, Reuters)

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