(Archivbild) US-Präsident Trump hält während eines Treffens mit FIFA-Präsident Infantino im Weißen Haus am 28.08.2018 eine rote Karte hoch.
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Trump zu Balogun-Sperre: "Habe FIFA um Überprüfung gebeten"

Trump zu Balogun-Sperre: "Habe FIFA um Überprüfung gebeten"

Die ausgesetzte Rot-Sperre für US-Stürmer Balogun bei der Fußball-WM schlägt hohe Wellen. Jetzt hat US-Präsident Trump bestätigt: Er hat FIFA-Chef Infantino persönlich um die Rücknahme gebeten. Belgien will die Entscheidung anfechten.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Die Entscheidung bei der Fußball-WM hat für viel Kritik gesorgt: Nach einer Rotsperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun hat die FIFA die Entscheidung zurückgenommen. Nun hat US-Präsident Donald Trump entsprechende Medienberichte bestätigt: Er hat FIFA-Chef Gianni Infantino tatsächlich um die Aufhebung der roten Karte gebeten.

Trump lobt FIFA - und zweifelt Schiedsrichter an

"Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war", sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus und fügte an: "Alles, was ich getan habe, war, um eine Überprüfung zu bitten. Ich habe nicht gesagt: 'Ihr müsst das tun.'" Der Weltfußballverband habe eine "wirklich brillante Entscheidung" getroffen, sagte Trump.

Er zog zudem die Kompetenz des Unparteiischen Raphael Claus aus Brasilien in Zweifel, der die rote Karte gegeben hatte. Dieser habe eine "sehr verdächtige" Vergangenheit, sagte der Präsident. Die Schiedsrichter-Entscheidung sei "unfair" und "schrecklich" gewesen. "Wir müssen unsere besten Spieler haben, und sie müssen auch ihre besten haben", sagte Trump über das bevorstehende Achtelfinale der US-Elf gegen Belgien am Montagabend (Dienstagfrüh 2.00 Uhr MESZ).

Die FIFA hatte die Sperre für Balogun am Sonntag ohne Erklärung aufgehoben und in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Damit ist Balogun für das Achtelfinale gegen Belgien spielberechtigt.

Belgiens Fußballverband will Entscheidung anfechten

Belgiens Fußballverband (RBFA) konfrontierte die FIFA mit heftigen Vorwürfen. In einer Mitteilung zeigte sich der RBFA "zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse". Der Verband habe von der FIFA "nicht die geringste Erklärung" für ihre Entscheidung erhalten und daher "keine andere Möglichkeit, als die Einsatzberechtigung des Spielers für das nächste Spiel anzufechten". Unabhängig vom Spielausgang gehe es um grundlegende Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und die Interessen des Fußballs als Ganzes.

Mit Informationen von AFP, SID und dpa

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