(Archivbild) Geflüchtete auf dem Mittelmeer (11.8.2025)
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(Archivbild) Nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der Küste Libyens werden Dutzende Tote befürchtet, darunter zwei Babys.
Bildrechte: REUTERS/Louisa Gouliamaki/File Photo
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(Archivbild) Nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der Küste Libyens werden Dutzende Tote befürchtet, darunter zwei Babys.

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Viele Tote nach Kentern von Flüchtlingsboot vor Libyen

Viele Tote nach Kentern von Flüchtlingsboot vor Libyen

Auch weiterhin sterben viele Menschen auf der Fluchtroute übers Mittelmeer. Laut der Internationalen Organisation für Migration verloren am Montag 53 Menschen ihr Leben, darunter zwei Babys. Auch in der vergangenen Woche gab es Tote.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der Küste Libyens werden Dutzende Tote befürchtet, darunter zwei Babys. 53 der 55 Insassen seien entweder tot oder würden vermisst, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Montag mit.

Nigerianerin verliert zwei Babys

Nur zwei nigerianische Frauen seien von den libyschen Behörden gerettet worden. Eine der Überlebenden habe nach eigenen Angaben ihre zwei Babys bei der Tragödie verloren, die andere ihren Ehemann. An Bord des Gummiboots hätten sich Migranten und Schutzsuchende aus mehreren afrikanischen Ländern befunden, teilte die IOM unter Berufung auf die Überlebenden mit.

Die Gruppe sei am Donnerstag gegen 23.00 Uhr aufgebrochen, etwa sechs Stunden später sei das Boot gekentert, nachdem Wasser eingedrungen sei. Insgesamt wurden der IOM zufolge damit in diesem Jahr auf der Strecke im zentralen Mittelmeer bereits mindestens 484 Migranten als tot oder vermisst erfasst. Allein im Januar seien es mindestens 375 Migranten gewesen, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich deutlich höher sein dürfte. Im vergangenen Jahr betrug die Zahl der Vermissten den Angaben nach mehr als 1300. Einen genauen Überblick gibt die Website der IOM (externer Link).

Experten fordern mehr Anstrengungen für Schutzsuchende

"Diese wiederholten Vorfälle verdeutlichen die anhaltenden und tödlichen Gefahren, denen sich Migranten und Flüchtlinge bei dem Versuch der gefährlichen Überfahrt aussetzen", erklärte die IOM. Die zu den Vereinten Nationen gehörende Organisation forderte erneut eine stärkere internationale Zusammenarbeit und schutzorientierte Maßnahmen, um gegen Schleuser- und Menschenhändlerbanden vorzugehen. Diese beuteten die Migranten aus und setzten sie schwerem Missbrauch und erheblichen Gefahren in seeuntüchtigen Booten aus.

Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi bei einem von der Nato unterstützten Aufstand im Jahr 2011 ist Libyen zu einer Transitroute für Migranten geworden. Diese fliehen auf gefährlichen Strecken durch die Wüste und über das Mittelmeer vor Konflikten und Armut nach Europa.

Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye rettet 47 Menschen

In der vergangenen Woche hatte das Rettungsschiff "Sea-Eye 5" hat gemeinsam mit dem Rettungsflugzeug "Colibri 2" der Organisation Pilotes Volontaires insgesamt 47 Menschen im Mittelmeer aus akuter Seenot gerettet. Die Menschen hätten sich auf einem überfüllten Holzboot befunden und konnten am Montagnachmittag nach einer koordinierten Rettungsaktion sicher an Bord gebracht werden, hatte die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye am vergangenen Mittwoch mitgeteilt.

Starke Winterstürme, insbesondere der Zyklon Harry, hätten in den vergangenen Wochen die Patrouillen ziviler Seenotrettungsorganisationen erheblich erschwert, hieß es. Trotz der extremen Wetterbedingungen wagten in diesem Winter ungewöhnlich viele Geflüchtete die Überfahrt.

Mit Informationen von Reuters

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