Der Ätna spuckt erneut Lava und Asche (Archivbild vom 19.4.25)
Der Ätna spuckt erneut Lava und Asche (Archivbild vom 19.4.25)
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Archivbild vom 19.4.25: Erneut Eruptionen am Ätna auf Sizilien
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Archivbild vom 19.4.25: Erneut Eruptionen am Ätna auf Sizilien

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Vulkan Ätna erneut aktiv - Warnstufe für Luftverkehr auf Rot

Vulkan Ätna erneut aktiv - Warnstufe für Luftverkehr auf Rot

Der Ätna auf Sizilien kommt nicht zur Ruhe und spuckt Lava und Asche. Für den Luftverkehr auf der Mittelmeerinsel gilt Alarmstufe Rot. Diese dürfte allerdings geringere Auswirkungen haben als der Generalstreik im gesamten Verkehrswesen Italiens.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Der Ätna auf der Mittelmeerinsel Sizilien kommt nicht zur Ruhe. Laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) wurde am Gipfel des größten aktiven Vulkans Europas jetzt eine strombolianische Eruption beobachtet – eine typische Eruptionsart, bei der Lava und Asche ausgestoßen werden. Demnach steigt die Aschewolke bis in etwa 6.000 Meter Höhe auf.

Höchste Warnstufe für Luftverkehr

Der Ätna ist ein Dauerpatient für Italiens Geowissenschaftler: Der etwa 3.350 Meter hohe Berg bricht regelmäßig aus. Diese explosiven Ausbrüche bieten meist spektakuläre Bilder und ziehen zahlreiche Schaulustige an.

Nach INGV-Prognosen soll sich die Aschewolke in Richtung Nordosten bewegen, wo Städte wie Taormina und Messina liegen. Aus Sicht des Flugverkehrs gilt derzeit die höchste Warnstufe, die jedoch derzeit keine Einschränkungen mit sich bringt; auch für bewohnte Gebiete besteht laut INGV keine direkte Gefahr. Die Entwicklung werde weiter genau beobachtet.

Größere Eruption Anfang Juni

Wegen starker Wolken sei die Sicht am Morgen auf das Geschehen zeitweise eingeschränkt gewesen, teilte das INGV mit. Bereits am Vorabend sei ein Anstieg des sogenannten vulkanischen Tremors – also der seismischen Erschütterungen im Untergrund – registriert worden.

Bereits Anfang Juni hatte der Ätna seine feurige Seite gezeigt: Lava, Asche und eine sogenannte pyroklastische Strömung – eine heiße Mischung aus Gas, Gestein und Staub – traten im abgelegenen Valle del Leone ("Löwental") aus.

Zwar wurde niemand verletzt, doch lösten Videos in den sozialen Medien eine Debatte aus. Darauf waren Touristen zu sehen, die entweder vor der Aschewolke flohen oder Selfies machten. Seitens der Politik wurde Kritik an den örtlichen Reiseleitern laut, die Warnungen mutmaßlich ignoriert hätten.

Ätna - größter Vulkan Europas

Der Begriff Vulkan leitet sich von der italienischen Insel Vulcano ab - in der antiken Mythologie hatte hier der Feuergott seine Schmiede. Noch heute hat Italien mehrere aktive Vulkane. Der Ätna ist der größte Europas – auch wenn der zuletzt spuckfreudigste, der Eyjafjallajökull, in Island steht.

Seit mindestens 500.000 Jahren bricht der Ätna regelmäßig aus. Der frei stehende Berg erhebt sich bis aufs dreifache Maß der umgebenden Gebirgskämme. Dabei verändert sich seine exakte Höhe - zuletzt: 3.324 Meter - mit jedem Ausbruch. 2024 ist der Vulkan erneut gewachsen, einmal sogar um 49 Meter in einer einzigen Nacht. Unmengen an Magma schleuderte der Vulkan damals in die Luft, die sich dann in Form von Tuff und Asche am Krater festsetzten.

Generalstreik betrifft gesamtes Verkehrswesen Italiens

Auch wenn die Alarmstufe Rot aktuell noch zu keinen Einschränkungen im Flugverkehr führt - könnte es zu Annullierungen im Flugverkehr kommen. Denn von Donnerstag bis Freitag steckt Italiens Verkehrswesen im Generalstreik. Betroffen sind nach Angaben des Ministeriums für Infrastruktur und Transport nicht nur der Bahnverkehr, sondern auch Flüge, Fähren, Busse, U- und Straßenbahnen im Nahverkehr sowie Mautstationen entlang der Autobahn.

Im Flugverkehr beginnt der Streik am Freitag um 00.00 Uhr und dauert bis 23.59 Uhr desselben Tages. Er betrifft unter anderem Mitarbeiter bei der Gepäck- und Bodenabfertigung.

Mit Informationen von dpa

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