Der britische Maler David Hockney ist tot (Archivbild vom 27.02.2019).
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Britischer Künstler David Hockney ist tot
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Britischer Künstler David Hockney ist tot

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Britischer Künstler David Hockney ist tot

Britischer Künstler David Hockney ist tot

Trauer um den britischen Maler David Hockney. Wie seine Agentur bestätigte, starb er im Alter von 88 Jahren in London. Hockney gehörte zu den einflussreichsten Vertretern der zeitgenössischen Kunst.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Der britische Künstler David Hockney ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Wie seine Agentin mitteilte, starb er am Donnerstag friedlich in seiner Londoner Wohnung. Mit seinen leuchtenden Farben, den berühmten Swimming-Pool-Bildern und seiner unerschöpflichen Neugier galt Hockney als einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart.

Vom Nachkriegskind zum Weltstar

Farbe sei etwas Fröhliches, sagte Hockney einmal. Und seine Kunst solle fröhlich sein: "Colour is a joyful thing. I want my art to be joyful." Der 1937 im nordenglischen Bradford geborene Künstler wuchs in den Hungerjahren der Nachkriegszeit als eines von fünf Kindern auf. Schon früh stand für ihn fest, welchen Weg er einschlagen wollte: "Mit etwa acht Jahren wusste ich, dass ich Künstler werden wollte."

Nach dem Studium am Royal College of Art in London zog es ihn Anfang der 1960er-Jahre nach Los Angeles. Dort fand er Licht, Freiheit und ein Lebensgefühl, das seine Kunst nachhaltig prägen sollte. Kalifornien bot ihm nicht nur künstlerische Inspiration, sondern auch persönliche Freiheiten. Hockney machte nie ein Geheimnis daraus, dass er schwul war – selbst zu einer Zeit, als Homosexualität in Großbritannien noch strafbar war.

Die Magie der Swimming Pools

Weltberühmt wurde Hockney mit seinen Darstellungen kalifornischer Swimming Pools. Sein wohl bekanntestes Werk, "A Bigger Splash" von 1967, zeigt einen Pool vor Palmen und blauem Himmel. Der Springer selbst bleibt unsichtbar, nur die Wasserfontäne durchbricht die Ruhe der Szene. Gerade dieser flüchtige Moment faszinierte den Künstler. "Was mir daran besonders gefiel, war die Absurdität, etwas zu malen, das nur eine Sekunde lang sichtbar ist, während ich allein für den Spritzer sieben Tage gebraucht habe." Für den Direktor der Tate Britain, Alex Farquharson, sind die Pool-Bilder mehr als sonnige Kalifornien-Ansichten. Sie seien "Liebesbriefe an Südkalifornien" und an das freie Leben, das Hockney dort führen konnte.

Die Begeisterung für seine Werke spiegelte sich auch auf dem Kunstmarkt wider. 2018 wurde sein Gemälde "Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)" bei Christie's in New York für 90,3 Millionen Dollar versteigert. Damit war Hockney zeitweise der teuerste lebende Künstler der Welt.

Auch in Deutschland hinterließ er Spuren: Für die Olympischen Spiele 1972 in München entwarf er eines der offiziellen Kunstplakate.

Neugierig bis zum Schluss

Hockney war nicht nur Maler, sondern auch Grafiker, Fotograf und Bühnenbildner. Immer wieder experimentierte er mit neuen Techniken. Fotografien konnten ihn jedoch nie ganz überzeugen. "Die Kamera kann die Schönheit nicht einfangen. Sie kann den Raum nicht zeigen."

Stattdessen entdeckte er im hohen Alter das iPad für sich. Ab 2010 zeichnete er darauf Landschaften, Sonnenaufgänge und den Wechsel der Jahreszeiten. Kunstkritiker lobten seine Offenheit gegenüber neuen Medien und seine ungebrochene Experimentierfreude.

"Ich schaue mir die Dinge sehr genau an", sagte Hockney einmal. "Ich kann sogar an einer Pfütze Freude haben. Die meisten Leute denken nur: Es regnet." An Ruhestand dachte er nie. Auf die Frage nach seinen Zukunftsplänen antwortete er trocken: "Man macht einfach weiter, bis man umfällt."

Die Tate Gallery bezeichnete ihn einst als "vielleicht beliebtesten und vielseitigsten Künstler des 20. Jahrhunderts". Bis zuletzt blieb David Hockney genau das: ein Künstler, der die Welt mit staunendem Blick betrachtete – und sie in leuchtende Farben verwandelte.

Trauer um den britischen Maler David Hockney.
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Trauer um den britischen Maler David Hockney.

Mit Informationen von AFP und dpa

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