Besser kann es für einen Song aus Deutschland auf den ersten Blick kaum laufen: Der Refrain des Songs "Gut Genug", den das Producerteam Kitschkrieg zusammen mit dem Duo Blumengarten und Rapperin Shirin David aufgenommen hat, ging in den vergangenen Wochen auf amerikanischen TikTok-Channels viral.
Nachgesungen von Ellie Goulding und Steve Lacy
Dort verstand man statt des eigentlichen Refrains ("Du bist gut genug") zwar eher "Doobie Scoot Canoe", viele Clips machten sich in Form von Memes über die Stimme des Sängers lustig oder forderten eine Version ohne den Part der als störend empfundenen Shirin David. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – findet sich die Falsett-Stimme des Blumengarten-Sängers mittlerweile in mittlerweile mehr als einer Million Videos. Selbst Künstlerinnen wie Lizzo, Ellie Goulding, Steve Lacy oder Rapper Wiz Khalifa haben bereits Clips mit dem Song aufgenommen oder ihn selbst nachgesungen.
Bei den deutschen Hörern kam das offenbar erst zeitversetzt an. Erst in dieser Woche kletterte "Gut Genug" auf Platz 1. Eingestiegen war der Song Ende Mai auf Platz 27, kletterte vergangene Woche dann auf Platz 8, verstärkt wohl auch durch die Berichterstattung großer Medien über den "US-Hype".
Kein Platz in den US-Charts für "Gut Genug"
Nun prophezeien erste Medien schon, dass "Gut Genug" der Hit dieser WM, wenn nicht sogar des ganzen Sommers werden könnte. Dabei hätte der Song ursprünglich bereits im Januar erscheinen sollen. Aufgrund von Anschuldigungen einer Ex-Freundin gegen Blumengarten-Sänger Rayan wurde der Release kurzfristig verschoben. Daraufhin gab es zahlreiche Spekulationen, Sänger Rayan veröffentlichte auf Instagram ein Statement, in dem er eigene Fehler eingestand, die gerüchteweise kursierenden Vorwürfe von Gewalt und Missbrauch jedoch zurückwies.
Für einen Platz in den US-Charts hat der Hype bisher nicht gereicht, in den dortigen Billboard Top 100 findet der Song sich nicht. Dabei haben die Kitschkrieg-Producer dort eigentlich schon einen Fuß in der Tür, haben Tracks mit US-Künstlern wie Mariah The Scientist oder dem Rapper Future produziert. Nicht-englischsprachige Songs haben dort, vom Spanischen mal abgesehen, aber nach wie vor kaum eine Chance auf eine Platzierung. Aber vielleicht ist ein Platz 1 in Deutschland ja auch erst einmal: gut genug.
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