Im Renoir-Museum im südfranzösischen Cagnes-sur-Mer an der Côte d'Azur sind vier Gemälde des impressionistischen Malers Pierre-Auguste Renoir gestohlen worden. Ein oder zwei der Bilder ließen die beiden Einbrecher laut unterschiedlichen Meldungen auf der Flucht zurück. Der Schaden beläuft sich dennoch auf geschätzte neun Millionen Euro.
Wachwechsel abgewartet und Zaun durchtrennt
Wie die Stadt Cagnes-sur-Mer auf ihrer Facebook-Seite schrieb, wurde der Alarm des Museums um 05.48 Uhr ausgelöst. Nach Angaben der Stadt wurden zwei Personen von den Überwachungskameras erfasst, die anschließend die Flucht ergriffen. Um in das Museum zu gelangen, sollen sie in der Nacht auf Dienstag während des Wachwechsels einen Zaun durchtrennt haben, wie die Regionalzeitung "Nice-Matin" berichtet.
Das Renoir-Museum befindet sich auf dem Anwesen Domaine des Collettes, dem letzten Wohnsitz des Malers (1841-1919). Es wurde 1960 eröffnet und zeigt neben Gemälden von Renoir auch Werke anderer Künstler wie Maillol, Bonnard und Dufy.
Reihe von spektakulären Kunst-Diebstählen in Frankreich
Der Vorfall reiht sich in eine Serie spektakulärer Diebstähle in französischen Museen ein. Zu den spektakulärsten zählt der Einbruch im Louvre vor knapp einem Jahr: Dort wurden acht Juwelen im Schätzwert von 88 Millionen Euro gestohlen.
Neun Monate nach dem spektakulären Einbruch öffnete der Louvre im Sommer die Galerie d’Apollon wieder – als Prunksaal ohne Ausstellungsobjekte. Von den gestohlenen Juwelen fehlt noch immer jede Spur.
Mit Informationen von dpa und AFP
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Kunstdiebstäle | Capriccio vom 06.02.2026
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