Avatar 3: "Fire and Ash"
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So gut wie bisher? Avatar 3: "Fire and Ash"

So gut wie bisher? Avatar 3: "Fire and Ash"

Regisseur James Cameron hat schon immer Superlative geschaffen: Mit Terminator, Titanic und Avatar sind ihm drei der zehn erfolgreichsten Filme aller Zeiten gelungen. Jetzt kommt Avatar 3 in die Kinos "Fire and Ash". Kann er an den Hype anknüpfen?

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Morgen am .

"Wir wissen, was jetzt kommt: das letzte Gefecht", sagt Jake Sully-Darsteller Sam Worthington bei "Good Morning America". Und so viel kann man verraten: Gekämpft wird reichlich in Teil drei. Erstmals steigt der neue Film aber direkt dort ein, wo Nummer zwei aufgehört hat: am Meer, kurz nach dem Tod von Jake und Neytiris ältestem Sohn.

Es geht um den Umgang mit Trauer, aber auch um die Frage, wie man sich Brutalität und Waffengewalt entgegenstellen kann. Denn immer noch ist Kapitän Scoresby auf der Jagd nach den friedfertigen walartigen Tulkun und nach dem Elixier des ewigen Lebens, das er aus ihnen gewinnt. Und immer noch ist Jake Sully der Feind und Verräter, den es zu fangen gilt.

Actiongeladene Kampfszenen

Das führt zu vielen actiongeladenen und brutalen Kampfszenen, die es in der fremden und faszinierenden Welt Pandoras aber schaffen, immer mal wieder neue Dramatik zu entwickeln, von Verfolgungsjagden unter Wasser durch leuchtende Algen-Labyrinthe bis hin zu Duellen hoch oben auf den fliegenden Schiffen der Windhändler oder mitten in der Höhle des Löwen, im Stützpunkt der Menschen auf Pandora.

Neue Bösewichte?

Alles genau so auch von den Schauspielern gespielt und nicht nur computergeneriert, betont Sam Worthington alias Jake Sully, denn Regisseur James Cameron arbeitet mit Sensoren, die jedes Detail übertragen in die Figur, die man am Ende auf der Leinwand sieht: "Das bin exakt ich. Wenn wir unter Wasser sind, dann waren wir da. Auch wenn wir kämpfen, haben wir das gemacht. Es sieht halt nur aus wie eine andere Version von mir, aber es ist meine schauspielerische Leistung."

Bisher waren Pandoras Bewohner die Guten, die die Natur achten und zwar kämpfen können, aber eigentlich den Frieden schätzen, während die Invasoren Blut, Krieg und Ausbeutung bringen. In Avatar drei wird Pandora vergleichsweise mehrdimensional. Der Zuschauer lernt neue Clans kennen und einer davon ist offenbar fast so kriegslustig wie die Menschen und gerne bereit, die traditionellen Feuerpfeile einzutauschen gegen Feuerwaffen. Das Asche-Volk mit seiner beeindruckenden Anführerin Varang gespielt von Oona Chaplin. James Cameron erklärt es beim Filmportal Fandango genauer: "Die Mitglieder des Asche-Volks haben sich von der Göttin Eva abgewandt, weil ihr Land von Vulkanen zerstört wurde. Sie sind traumatisiert und kompensieren das, indem sie andere terrorisieren."

Eines bleibt: Magische Bilder

Jake Sully gerät mit seiner Familie zwischen die Fronten. Und immer wieder wird es auch innerhalb der Familie problematisch, mit Sohn Lo'ak oder mit dem Menschenjungen Spider, der eigentlich der Sohn von Sullys ärgstem Widersacher ist. Familiendynamik, Trauer, Widerstand all das sind Themen, mit denen sich "Fire and Ash" auseinandersetzt. Es ginge um den Zyklus von Hass und Verlust, alles sehr menschliche Emotionen, sagt Cameron.

In der Geschichte selbst wiederholt sich so einiges. Ständig wird bekämpft, geflohen, jemand gefangengenommen oder befreit, vor wechselndem Hintergrund. Aber Cameron schafft es trotzdem, den Zuschauer mehr als drei Stunden lang zu fesseln, mit den magischen Bildern in den schwebenden Bergen von Pandora und den atemlosen Schlachten zu Wasser, Land und Luft, für die sich die Kinoleinwand oder sogar die 3D-Brille lohnt. Und zwischendurch sorgt er auch immer mal wieder für den ein oder anderen Lacher, etwa mit der Dynamik zwischen Jake und seinem Erzfeind Quaritch, der in "Fire and Ash" gelegentlich beinahe ein bisschen sympathisch wird.

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