Das Jahr 2025 hat die Tech-Welt ordentlich durchgeschüttelt – und 2026 geht das weiter. Neue Geräte, die unsere Gewohnheiten verändern könnten. Maschinen, die ohne Menschen durch Großstädte navigieren. Und ein Wettlauf der Tech-Giganten, bei dem es um nicht weniger geht als die Frage, wer das Internet der Zukunft kontrolliert. Diese Entwicklungen könnten das neue Jahr prägen.
Neue Gadgets: Faltbares iPhone, neues AI-Gerät
Seit Jahren munkelt die Tech-Welt über ein faltbares iPhone. 2026 könnte es endlich so weit sein. Mehrere Berichte, darunter von Bloomberg-Reporter Mark Gurman deuten auf einen Start im Herbst 2026 hin. Das Gerät soll ein großes Innendisplay haben und sich wie ein Buch aufklappen lassen. Es wäre die größte sichtbare Veränderung für das iPhone seit dem Start des ersten Modells 2007.
Parallel arbeitet ChatGPT-Anbieter OpenAI an einem völlig anderen Konzept: einem KI-Gerät ohne Bildschirm. Gemeinsam mit Ex-Apple-Designer Jony Ive möchte man eine völlig neue Gerätekategorie erschließen. In der Gerüchteküche kursieren Berichte von einem KI-Stift, der Handschrift erfassen und als ständiger KI-Begleiter fungieren könnte. Ob das Gerät noch 2026 auf den Markt kommt, ist aber unklar.
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Autonomes Fahren kommt nach Europa
Wer in San Francisco und einigen anderen US-Städten ein Taxi ruft, kann bereits in ein Fahrzeug ohne Fahrer steigen. 2026 soll der Sprung nach Europa folgen. Die Google-Tochter Waymo hat angekündigt, auch in London Robotaxis anbieten zu wollen. Die britische Regierung hat den Weg geebnet: Ab Frühjahr 2026 sollen kommerzielle Pilotprogramme für selbstfahrende Taxis ohne Sicherheitsfahrer möglich sein.
Für Europa ist das ein historischer Moment – und ein Testfall. London bietet chaotischen Verkehr, enge Straßen und unvorhersehbare Situationen. Wer hier besteht, könnte theoretisch überall fahren. Doch ein Vorfall in San Francisco im Dezember 2025 zeigte auch die Grenzen: Bei einem Stromausfall wussten die Waymo-Fahrzeuge nicht mehr weiter. Europäische Behörden werden genau hinschauen, wie Robotaxis mit Ausnahmesituationen umgehen.
Schlammschlacht um KI – Platzt die Blase?
Anfang 2025 galt OpenAIs ChatGPT als der klare Platzhirsch im Markt der Chatbot. Ende 2025 war das anders – Google hat mit seinen Gemini-Modellen nachgezogen. Der enge Kampf um die KI-Spitze könnte dazu führen, dass die KI-Anbieter noch aggressiver um Kunden kämpfen. Das könnte neue Werbemodelle, aber auch günstigere Preise bedeuten.
Hinter dem Duell steht eine größere Frage: Sind die Milliarden, die in KI fließen, gerechtfertigt? Immer mehr Investoren warnen vor einer Lücke zwischen Investitionen und Umsätzen. Ob Blase oder Boom: 2026 ist das Jahr, in dem KI Ergebnisse liefern muss.
KI gegen Jobs?
Egal, ob die Investitionen gerechtfertigt sind: Klar ist, dass KI-Modelle immer besser werden. Ende 2025 schafften es etwa neue Modelle von Google und Anthropic erneut, Erwartungen zu übertreffen. Nun stellt sich die Frage: Wie lange, bis dieser Effekt auch auf dem Arbeitsmarkt spürbar ist?
2025 meldeten die ersten Studien, etwa im Standord Economy Lab, einen Verdrängungseffekt von KI in bestimmten Berufsgruppen – betroffen waren insbesondere Berufseinsteiger. Sollte sich das bewahrheiten, könnte die KI 2026 endgültig in negativer Form auf dem Arbeitsmarkt ankommen: Vor allem bestimmte Berufe in der Kreativbranche, im Kundendienst oder in der Softwareentwicklung könnten angreifbar sein.
Gleichzeitig dürften andere Berufsfelder boomen – und KI-Experten werden händeringend gesucht. Je nachdem, wie das Jahr verläuft, könnte menschliche Intelligenz gefragter sein als je zuvor – nur nicht unbedingt am gleichen Ort.
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