Mohamed Ali Zoma, Javier Fernandez und Jan Reichert
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1. FC Nürnberg: Was den Club aktuell so stark macht

1. FC Nürnberg: Was den Club aktuell so stark macht

13 Punkte aus fünf Spielen, Tabellenzweiter und die beste Phase unter Miroslav Klose: Beim 1. FC Nürnberg passt aktuell vieles zusammen. Eine neue Dominanz, Zomas Torjägerqualitäten und ein starker Teamgeist wecken Aufstiegshoffnungen.

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13 Punkte aus den ersten fünf Spielen, Tabellenplatz zwei und der beste Saisonstart seit langem: Der 1. FC Nürnberg ist beeindruckend in die neue Zweitliga-Saison gestartet. Doch der starke Saisonstart ist mehr als nur eine Momentaufnahme. Der Club hat sich in mehreren Bereichen weiterentwickelt und wirkt so stabil wie lange nicht.

Mehr Mut, mehr Kontrolle, mehr Dominanz

Nürnberg agiert mutiger, aktiver und kontrolliert Spiele deutlich häufiger selbst. Statt auf Fehler des Gegners zu warten, versucht die Mannschaft zunehmend, den Rhythmus einer Partie vorzugeben.

Das zeigte sich zuletzt beim 2:1 gegen Hannover 96. Nach einer schwachen ersten Halbzeit kritisierte Klose fehlende Aggressivität in den Zweikämpfen und zu viele falsche Entscheidungen. Nach der Pause erhöhte der Club die Intensität, gewann mehr Duelle und dominierte das Spiel. "Wir haben falsche Entscheidungen getroffen. Das haben wir klar angesprochen", berichtete Trainer Miroslav Klose in der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Und dann sehe ich die beste Halbzeit, seitdem ich hier bin. Überragend! Riesenkompliment!"

Genau diese Fähigkeit, sich innerhalb einer Partie steigern zu können, unterscheidet die aktuelle Mannschaft von vielen Nürnberger Teams der vergangenen Jahre.

Der Club ist variabler geworden

Auch spielerisch hat Nürnberg einen Entwicklungsschritt gemacht. "Unser Spiel ist deutlich dominanter geworden. Wir wollen Ballbesitz. Wir sind variabler geworden", brachte es Mittelfeldspieler Julian Justvan auf den Punkt.

Der Club versucht, nach Ballverlusten schnell wieder Zugriff zu bekommen und unterschiedliche Lösungen für verschiedene Spielsituationen zu finden. Nürnberg wirkt dadurch schwerer auszurechnen als noch in der Vorsaison.

Die Mannschaft ist nicht mehr von einem einzigen Spielmuster abhängig. Mal setzt sie auf schnelles Umschalten, mal kontrolliert sie das Geschehen über längere Ballbesitzphasen. Diese Flexibilität macht den Club aktuell zu einem unangenehmen Gegner.

Zoma als Unterschiedsspieler

Mit 15 Saisontoren stellt der Club aktuell gemeinsam mit Tabellenführer Hertha BSC die stärkste Offensive der 2. Bundesliga. Einen großen Anteil daran hat Mohamed Ali Zoma: Der 22-Jährige hat bereits fünf Treffer erzielt und entwickelt sich immer mehr zu einem der prägenden Spieler der Franken.

Zoma besitzt die Qualität, auch schwierige Spiele mit einer einzelnen Aktion zu entscheiden. Gleichzeitig bindet er häufig mehrere Gegenspieler und schafft dadurch Räume für seine Mitspieler. Der Club verfügt damit über einen Unterschiedsspieler, der in engen Partien den Ausschlag geben kann.

Dass Nürnberg in dieser Saison mehr erreichen will, hatte der Verein bereits im Sommer deutlich gemacht. Trotz lukrativer Angebote und einer möglichen Ablöse in Millionenhöhe entschied sich der Club gegen einen Verkauf seines Topstürmers.

Klose und die Mannschaft wachsen zusammen

Auch Trainer Miroslav Klose profitiert von seinem dritten Jahr beim Club. Er kennt die Mannschaft inzwischen genau und weiß, an welchen Stellschrauben er drehen muss.

Die Halbzeitansprache gegen Hannover war dafür ein gutes Beispiel. Klose verlangte keine grundlegenden taktischen Veränderungen, sondern mehr Intensität und bessere Entscheidungen. Seine Mannschaft setzte die Vorgaben unmittelbar um.

Teamgeist macht Hoffnung

Neben den sportlichen Fortschritten fällt auch der Zusammenhalt innerhalb des Kaders auf. Kleine Gesten wie der gemeinsame Trikotjubel für den kurzfristig fehlenden Ioannis Masouras zeigen, dass die Stimmung in der Mannschaft stimmt.

Mehr als nur eine Momentaufnahme

Fünf Spieltage reichen natürlich noch nicht aus, um vom Aufstieg zu sprechen. Die Saison ist lang, die 2. Bundesliga ausgeglichen und auch Rückschläge werden nicht ausbleiben. Trotzdem gibt es beim Club derzeit genügend Gründe für Zuversicht.

Die Mannschaft tritt aktiv auf, möchte Spiele bestimmen und hat mit Zoma einen Angreifer in ihren Reihen, der Partien mit seiner individuellen Qualität entscheiden kann. Gleichzeitig wirkt das Team gefestigter und als Einheit stärker als in der Vergangenheit.

Klose hält den Ball bewusst flach und hat zunächst das Ziel ausgegeben, bis zur Winterpause in der Spitzengruppe zu bleiben. Was der Club bislang zeigt, spricht für mehr als nur einen gelungenen Saisonauftakt. Nürnberg wirkt gefestigt, variabel und hungrig. Genau die Eigenschaften, die man im Aufstiegskampf braucht.

Im Video: FCN-Trainer Miroslav Klose im Interview

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