Löwen-Stürmer Sigurd Haugen verzweifelt in Cottbus
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Herbe Pleite in Cottbus: Das fehlt dem TSV 1860 zum Aufstieg

Herbe Pleite in Cottbus: Das fehlt dem TSV 1860 zum Aufstieg

Mit der 0:3-Pleite in Cottbus enden die Aufstiegsträume des TSV 1860 München. Bei der Niederlage in der Lausitz offenbaren sich Defizite, die die Löwen schon die gesamte Saison begleiten. Trainer Markus Kauczinski wird hinterher deutlich.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Nach dem 1:1 gegen Mannheim keimte noch eine Resthoffnung auf den Aufstieg beim TSV 1860 München. Die ist nach dem 0:3 (0:2) bei Energie Cottbus am Dienstag dahin. In der Lausitz verfielen die Löwen in alte Muster und zeigten erneut, was ihnen zu einem Aufsteiger noch fehlt. Angesichts von zehn Punkten Rückstand auf Relegationsplatz drei erklärte Trainer Markus Kauczinski die Aufstiegsambitionen für beendet.

Kauczinski wird deutlich: "Haben heute unsere Grenzen gesehen"

Kauczinski sprach hinterher bei "MagentaSport" von einem hochverdienten Sieg der Cottbuser. Sein Team habe das Tempo nicht mitgehen können. "Wir haben heute unsere Grenzen gesehen", musste der Löwen-Trainer feststellen. Erklärungsansätze für den neuerlichen Totalausfall bei den seit Januar zuhause sieglosen Lausitzern hatte Kauczinski nicht. Das fehlende Spieltempo sei immer wieder Thema gewesen in den letzten Wochen, das habe sein Team häufig "kaschieren" können, "aber heute leider nicht".

Ex-Clubberer Engelhardt erledigt die Löwen im Alleingang

Am Dienstagabend traten die Löwen zunächst mut- und kraftlos auf. Anders die Gastgeber, die ihrem Namen alle Ehre machten. Schon zur Halbzeit führte Energie nach einem Doppelschlag von Erik Engelhardt (29. und 33.) mit 2:0. Allerdings unter gütiger Mithilfe der Münchner Hintermannschaft, die jegliche Zweikampfführung und Gegnerhärte vermissen ließ. "Wir waren nicht präsent, waren in den Zweikämpfen nicht hart genug", monierte Kauczinski.

In der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Löwen auch eigene Chancen, vergaben diese aber wie schon am Samstag gegen Mannheim. "Wir haben dann 25 Minuten in der zweiten Halbzeit, wo es ausgeglichen ist, wo wir eine Chance haben ranzukommen. Aber insgesamt war das hochverdient für Cottbus", so Kauczinski. Nach einer guten Stunde hatte der ehemalige Nürnberger Engelhardt mit seinem dritten Treffer die Partie entschieden.

TSV 1860 nicht aufstiegsreif

In den 90 Minuten im Energie Stadion zeigten sich Probleme, die die Sechzger schon über die gesamte Spielzeit begleiten. Dem mit Namen wie Kevin Volland, Sigurd Haugen oder Thomas Dähne hochdekorierten Kader fehlt das Aufstiegsformat. Immer wieder stimmt die Balance zwischen Defensive und Offensive nicht. War die Abwehr unter Ex-Trainer Patrick Glöckner das große Manko, ist es unter Kauczinski der Angriff.

Ex-Sportchef Christian Werner stellte Anfang der Saison eine Mannschaft auf die Beine, die auf Glöckners Fußball mit einer Viererkette und einem Doppelsturm ausgerichtet war. Kauczinskis bevorzugtes System beinhaltet aber eine Dreierkette in der Abwehr. Um den Angriff zu stärken, stellte Kauczinski auf zwei Spitzen um.

Seitdem ist der TSV in vier Spielen sieglos geblieben und hat nur zwei Treffer erzielt. Das liegt aber auch am Mittelfeld, das abgesehen von Starspieler Volland zu wenige Ideen nach vorne hat. Teil der Wahrheit ist auch, dass mit Max Christiansen und Tunay Deniz zwei Stammkräfte im Mittelfeld schon seit Wochen und Monaten fehlen. Kapitän Thore Jacobsen fehlte in den entscheidenden Wochen zweimal gelb- bzw. gelb-rot-gesperrt. Hinzu kommt die oftmals fehlende Körpersprache in einer Liga, die von Zweikämpfen lebt. "Wir haben uns heute überrennen lassen", haderte in Cottbus auch Jacobsen.

Kauczinski hakt Aufstieg ab: "Müssen nicht mehr darüber reden"

Es lag am Ende zu viel im Argen, um doch noch den Sprung in die 2. Fußball-Bundesliga zu schaffen. Weil parallel Duisburg und Essen ihre Spiele gewannen, beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz nun schon zehn Zähler bei nur noch sechs Partien. Kauczinski hakte deshalb nach Abpfiff den Aufstieg ab. "Wenn wir in solchen Spielen hier nicht da sind, müssen wir darüber nicht mehr reden." Der Löwe geht also aller Voraussicht nach in sein dann neuntes Jahr in Liga drei.

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