Der neue Trainer der FC-Bayern-Basketballer Anton Gavel möchte den Streit um seinen Wechsel vom Bundesligarivalen Bamberg Baskets hinter sich lassen. "Es wurden Behauptungen und Dinge gesagt, die mich persönlich nicht glücklich gemacht haben. Aber ich bin froh, dass sich die Vereine am Ende einvernehmlich einigen konnten", sagte Gavel bei einer Presserunde des FC Bayern. "Das ist hinter uns. Es wurde darüber gesprochen, und jetzt wollen wir uns auf die neue Saison konzentrieren."
Streit um Gavels Vertrag in Bamberg
Gavels Wechsel nach München hatte im Sommer für Unruhe gesorgt. Der begehrte Trainer besaß in Bamberg eigentlich noch einen Vertrag bis 2027, kündigte diesen jedoch vorzeitig. Als Grund verwies er auf einen Formfehler bei der Vertragsunterzeichnung.
Die Bamberger warfen dem FC Bayern daraufhin vor, Gavels Vorgehen unterstützt zu haben, um eine Ablösesumme zu vermeiden. Die Münchner wiesen den Vorwurf zurück und betonten später, dass sich das Verhältnis zwischen den Vereinen wieder beruhigt habe.
Auch Gavel blickt inzwischen nach vorn: "Es wurden viele Fehler gemacht, vielleicht wurde auch etwas gesagt, was so nicht stimmt." Nun soll der 40-Jährige den FC Bayern nach einer titellosen Saison wieder zu Erfolgen führen.
Erfolgreicher Trainer mit Münchner Vergangenheit
Der gebürtige Slowake, der auch für die deutsche Nationalmannschaft spielte, kennt den FC Bayern aus seiner aktiven Zeit. Als Aufbauspieler lief er unter anderem für Bamberg und München auf und war Kapitän der Münchner Double-Mannschaft von 2018.
Nach seinem Karriereende arbeitete Gavel zunächst im Nachwuchsbereich von ratiopharm Ulm, ehe er dort die Profimannschaft übernahm. 2024 wechselte er als Trainer nach Bamberg. In München unterschrieb er nun einen Dreijahresvertrag. "Ich kenne tatsächlich noch viele Leute hier. Gerade im Office, oder auch im Trainerstab. Deswegen: Es ist immer schön, wieder hierhin zurückzukommen und zurück zu sein", sagte Gavel gegenüber BR24Sport.
"Er arbeitet wie ein Verrückter"
Auch die Münchner sind froh, Gavel zurückzuhaben: Thorsten Leibenath, Geschäftsführer Sport der FC-Bayern-Basketballer, schwärmte vom neuen Coach: "Er ist komplett verschwitzt, er arbeitet wie ein Verrückter. Und diese Energie überträgt sich auf die Spieler. Das heißt: Die ersten fünf Tage Trainingsarbeit waren sehr energiegeladen, sehr positiv."
Gavel feierte bereits große Erfolge als Coach: 2023 führte er Ulm überraschend zur deutschen Meisterschaft, 2026 gewann er den Pokal und wurde zum Trainer des Jahres gewählt. In München folgt er auf Trainerlegende Svetislav Pešić und hat große Fußstapfen zu füllen -
