14.01.2026, Bayern, Ruhpolding: Biathlon: Weltcup, Staffel 4 x 6 km, Damen. Franziska Preuß aus Deutschland steht im Ziel. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Preuß verballert Podest in Ruhpolding - "Es tut mir so leid"

Preuß verballert Podest in Ruhpolding - "Es tut mir so leid"

Biathletin Franziska Preuß versagen beim letzten Schießen beim Staffelrennen in Ruhpolding die Nerven. Durch die Strafrunde platzen alle Podest-Hoffnungen beim Heimweltcup - und das ausgerechnet bei der Generalprobe für die Olympischen Spiele.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

"Ein Tag zum Vergessen", so analysierte Franziska Preuß ihren Auftritt beim Staffelrennen auf ihrer Heimatloipe in Ruhpolding am Mittwoch. Zwischenzeitlich war ihr Team sensationell in Führung gelegen. Vor allem DSV-Youngster Julia Tannheimer zeigte eine grandiose Leistung am Schießstand und beim Laufen und erarbeitete sich zwischenzeitlich die Führung. Janina Hettich-Walz fiel zwar mit insgesamt vier Nachladern zurück.

Verloren war aber noch nichts, als Schlussläuferin Franziska Preuß ins Rennen ging. Doch ausgerechnet der Routinierin, der amtierenden Gesamtweltcup-Gewinnerin, der Lokalmatadorin, dem Zugpferd der DSV-Mannschaft, versagten beim allerletzten Schießen die Nerven. Preuß musste sogar in die Strafrunde.

Preuß entschuldigt sich beim Team

"Natürlich ist man enttäuscht. Es tut mir wahnsinnig leid", erklärte Preuß später im ZDF-Interview. "Aber es war so ein Druck im letzten Schießen drin. Das war einfach nicht gut und muss man jetzt abhaken." Preuß habe aktuell "Probleme, die Nachlader ins Ziel zu bekommen", erklärte sie. Im vergangenen Jahr hatte die Oberbayerin in Ruhpolding noch den Staffel-Sieg gefeiert.

Am Mittwoch hingegen wurde es gerade mal ein sechster Platz. Knapp eine Minute fehlte beim Sieg von Norwegen nach 4x6 Kilometern aufs Treppchen - und das ausgerechnet bei der Olympia-Generalprobe. Auf den Tag genau in fünf Wochen will das deutsche Quartett in Antholz eine Medaille holen. Zuletzt machte das DSV-Team noch Hoffnungen: In Hochfilzen und Oberhof schaffte es die Staffel jeweils aufs Podest.

Grotian konzentriert sich auf Olympia-Qualifikation

Für die Olympischen Spiele könnte es für eine Läuferin jedoch knapp werden: Selina Grotian. Die Mittenwalderin fehlte auch bei der Staffel am Mittwoch und kämpft aktuell noch um die Olympia-Qualifikation. Die 21-Jährige hatte wegen einer Corona-Infektion zwei Weltcups verpasst, in Oberhof lief es in der Vorwoche nicht nach Plan. Ihr bleiben noch zwei Rennen, um die Norm (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) zu erfüllen. 

Den Staffelstress wollte man ihr wegen des Drucks ersparen, sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Grotian solle sich voll auf den Sprint am Freitag und die Verfolgung am Sonntag konzentrieren. "Grundsätzlich sind unsere Staffelaufstellungen jetzt nicht für oder gegen irgendjemanden, sondern wir wollen speziell auch mit Blick auf Olympia einfach noch ein paar Sachen probieren", sagte Bitterling.